Steigende Meeresspiegel – Dubai, New York, Split – das stellen 1,5 und 3 Grad mehr mit unseren Städten an
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Steigende MeeresspiegelDubai, New York, Split – das stellen 1,5 und 3 Grad mehr mit den Städten an

Die Nähe zum Meer ist für viele Metropolen und Ortschaften ein Segen. Doch erwärmt sich das Klima weiter, wird es für einige von ihnen zum Verhängnis.

von
Fee Anabelle Riebeling
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Dubai, Vereinigte Arabische Emirate: links mit 1,5 Grad und rechts mit 3 Grad Celsius Erwärmung.

Dubai, Vereinigte Arabische Emirate: links mit 1,5 Grad und rechts mit 3 Grad Celsius Erwärmung.

Climate Central
Sacramento, USA

Sacramento, USA

Climate Central
St. Paul’s Cathedral, London

St. Paul’s Cathedral, London

Climate Central

Darum gehts

  • Der Meeresspiegel wird weiter ansteigen.

  • Bereits bis zum Ende des Jahrhunderts könnte der Anstieg bis zu knapp einem Meter betragen – wenn das 1,5-Grad-Ziel erreicht wird.

  • Was ein solcher Anstieg für Metropolen wie Kopenhagen, St. Petersburg und London bedeutet, zeigen neue Visualisierungen.

  • Sie bilden auch ab, was passiert, wenn das Ziel nicht erreicht wird.

Selbst wenn die Menschheit ihr 1,5-Grad-Ziel im Kampf gegen die Erderwärmung erreichen sollte, wird der Meeresspiegel einer Studie zufolge über die Jahrhunderte hinweg weiter ansteigen. Asien werde es am härtesten treffen, warnten Forscherinnen und Forscher in einer im Fachjournal «Environmental Research Letters» veröffentlichten Studie. Dort liegen neun der zehn am stärksten von Überschwemmungen bedrohten Küsten-Metropolen.

Die meisten wissenschaftlichen Schätzungen zum Anstieg des Meeresspiegels und der damit verbundenen Bedrohung für Küstenstädte reichen bis zum Ende dieses Jahrhunderts. Sie gehen von einem Anstieg zwischen einem halben Meter und weniger als einem Meter aus. Das Phänomen werde jedoch aufgrund der Erwärmung des Wassers und der Eisschmelze über das Jahr 2100 hinaus andauern, warnten die Forscherinnen und Forscher in der jüngsten Studie – und zwar unabhängig davon, wie schnell die Treibhausgasemissionen reduziert werden.

Zerstörerischer Anstieg des Meeresspiegels

Etwa fünf Prozent der Weltbevölkerung lebten bereits heute in Gebieten, denen in der Zukunft Überschwemmungen drohen könnten, sagte der Hauptautor der Studie und Präsident der Journalisten- und Wissenschaftsorganisation Climate Central, Ben Strauss, der Nachrichtenagentur AFP. «Die CO2-Konzentration ist heute um 50 Prozent höher als im Jahr 1800, und die durchschnittliche Oberflächentemperatur der Erde ist um 1,1 Grad Celsius gestiegen», sagte er. Das reiche aus, um den Meeresspiegel um fast zwei Meter anzuheben, «egal, ob es zwei oder zehn Jahrhunderte dauert».

«Bis zum Ende dieses Jahrzehnts haben wir die Möglichkeit, den nächsten hundert Generationen entweder zu helfen oder sie zu verraten.»

Ben Strauss, Präsident der Journalisten- und Wissenschaftsorganisation Climate Central

Selbst das im Pariser Klimaabkommen von 2015 festgelegte 1,5-Grad-Ziel werde einen zerstörerischen Anstieg des Meeresspiegels nicht verhindern – «die alternativen höheren Werte sind aber noch viel schlimmer», erläuterte Strauss. Wenn sich die Erde um nur ein halbes Grad weiter erwärmt – also auf zwei Grad – würden wohl die Häuser von einer halben Milliarde Menschen überflutet. Etwa 200 Millionen weitere Einwohner von Küstenstädten könnten dann regelmässig von Überschwemmungen betroffen sein, errechneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Studie. Auch Unwetter könnten dann zunehmend zum Problem werden.

«In Glasgow und bis zum Ende dieses Jahrzehnts haben wir die Möglichkeit, den nächsten hundert Generationen entweder zu helfen oder sie zu verraten», betonte Strauss mit Blick auf den anstehenden Weltklimagipfel COP26 im schottischen Glasgow. An der Studie waren Forscherinnen und Forscher der US-Universität Princeton und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung beteiligt.

Was eine Erwärmung von 1,5 oder sogar 3 Grad für Städte wie Hamburg, London und Tunis bedeutet, zeigt die obige Bildstrecke. Die Visualisierungen stammen aus dem Projekt Picturing Our Future und basieren auf präzisen Projektionen des Meeresspiegelanstiegs über mehrere Jahrhunderte hinweg. Sie integrieren neue hochauflösende Daten aus dem Coastal Risk Screening Tool von Climate Central und Bilder von Google Earth. Welche Regionen im Jahr 2100 verschwunden sein könnten, erfährst du in der folgenden Bildstrecke.

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Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel sind laut Weltklimarat bereits heute «unumkehrbar». Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel bis zu einen Meter steigen. 

Einige Auswirkungen der Erderwärmung wie der Anstieg der Meeresspiegel sind laut Weltklimarat bereits heute «unumkehrbar». Bis zum Jahr 2100 könnte der Meeresspiegel bis zu einen Meter steigen.

Unsplash
Für viele Städte – und die Menschen, die dort leben und arbeiten – bedeutet dies eine gravierende Umstellung, etwa im italienischen Venedig und entlang der Adriaküste. 

Für viele Städte – und die Menschen, die dort leben und arbeiten – bedeutet dies eine gravierende Umstellung, etwa im italienischen Venedig und entlang der Adriaküste.

Unsplash
Steigt der Meeresspiegel um einen Meter an, werden dort viele Gebiete überschwemmt sein. 

Steigt der Meeresspiegel um einen Meter an, werden dort viele Gebiete überschwemmt sein.

Screenshot Coastal.climatecentral.org

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Klimaangst?

Hier findest du Hilfe:

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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