Dünne Campbell fürchtet Laufsteg-Bann
Aktualisiert

Dünne Campbell fürchtet Laufsteg-Bann

In Mailand herrscht zwei Wochen vor Beginn der Fashion-Week helle Aufregung, nachdem in Madrid dünne Modells vom Laufsteg verbannt wurden. Sogar Supermodel Naomi Campbell muss zittern.

Die Bürgermeisterin von Mailand, Letizia Moratti spielt Zeitungsberichten zufolge mit dem Gedanken, dünne Models vom Laufsteg zu verbannen. Schon letzte Woche sorgte die internationale Modenschau in Madrid (ab 18. September) für Schlagzeilen, weil die Models einen bestimmten Body-Mass-Index nicht unterschreiten dürfen.

«Mit derartigen Regeln müssten wir 80 Prozent der Models vom Laufsteg schicken», klagt Riccardo Gay, Chef derjenigen Modelagentur, welche in Mailand auch Superstar Campbell vertritt. Seiner Meinung nach wird das Thema übertrieben. «Es gibt Agenturen, die superdünne Models heranzüchten. Wir gehören nicht dazu», beteuert Gay.

Wirklich? In Madrid gilt folgende Regel: Ist ein Modell 1,76 Meter gross, darf es nicht leichter als 56 Kilogramm schwer sein. Das entspricht einem Body-Mass-Index von 18.0 und liegt bereits unter dem Wert, der landläufig noch als gesund (zwischen 20 und 24) bezeichnet wird. Liegt der BMI unter 20 sprechen Ärzte bereits von Untergewicht.

Um zu Naomi Campbell zurückzukehren: Das Supermodel ist 1,77 Meter gross und wiegt lediglich 51 Kilo. Das ergibt einen BMI von nur 16. Bei Werten von unter 16 wird von Magersucht gesprochen. Die Mailänder Modewoche startet am 23. September. Ob Naomi Campbell mit von der Partie sein wird?

(ast)

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