1G-Regel - Dürfen in Österreich kommende Saison nur noch Geimpfte ins Aprés-Ski?
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1G-RegelDürfen in Österreich kommende Saison nur noch Geimpfte ins Aprés-Ski?

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz äussert sich zur nächsten Wintersaison und stellt dabei klar, dass eine «1G»-Regel bei Aprés-Ski für ihn denkbar ist.

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Der Österreichische Kanzler Sebastian Kurz denkt über eine 1G-Regel für Aprés-Ski nach. 

Der Österreichische Kanzler Sebastian Kurz denkt über eine 1G-Regel für Aprés-Ski nach.

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Ischgl war im vergangenen Winter ein Hotspot für Corona-Ansteckungen. 

Ischgl war im vergangenen Winter ein Hotspot für Corona-Ansteckungen.

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Aprés-Ski nur noch mit einer Impfung? In Österreich könnte das diesen Winter Wirklichkeit werden. 

Aprés-Ski nur noch mit einer Impfung? In Österreich könnte das diesen Winter Wirklichkeit werden.

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Darum gehts

  • Die Saison für Skifahrer und Skifahrerinnen könnte alles andere als normal werden.

  • Für Ungeimpfte gäbe es dann keinen Eintritt, sie müssen draussen bleiben.

  • In einigen Bundesländern ist die Impfquote sehr tief.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einem deutschen Zeitungsinterview über die kommende Wintersaison gesprochen und dabei eine «1G»-Regel für Aprés-Ski in Aussicht gestellt. Gegenüber der Funke Mediengruppe machte Österreichs Regierungschef dabei klar, dass auch diese Saison für Skifahrer und Skifahrerinnen alles andere als normal sein wird.

Sollte sich die Corona-Lage im Land nämlich weiter verschärfen und die Zahlen in den Intensivstationen steigen, werden nur noch Personen zu Après-Ski-Lokalen Zugang erhalten, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Für Ungeimpfte gibt es dann keinen Eintritt, sie müssen draussen bleiben.

Kurz erklärte auch, dass 70 Prozent der Über-Zwölfjährigen in Österreich und die überwiegende Masse der Touristinnen und Touristen, geimpft seien. Also beruhigt Kurz auch und sagt: «Insofern steht einem sicheren Urlaub in Österreich nichts im Wege.»

1G-Regel nur für Aprés-Ski

Dass österreichische Ski- und Partyorte wie Ischgl wieder zu Corona-Hotspots werden könnten, diese Gefahr sieht Kurz aufgrund der vielen geimpften Urlauberinnen und Urlauber eben nicht. Österreichs Kanzler stellte zudem klar, dass die «3G»-Regel für einen sicheren Winter sorgen werde.

Zutritt zu Gastronomie und Hotels im Ski-Urlaub werden also nur jene Personen haben, die geimpft, getestet oder genesen sind. Eine "1G"-Regel bei Apres-Ski ist aber eben durchaus denkbar und noch nicht vom Tisch. Man müsse die Impfquote daher weiter steigern.

Das Problem liegt nämlich auf der Hand: Gerade in einigen alpinen Gemeinden in Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg – also in jenen Bundesländern, die einen starken Winter-Tourismus haben – ist die Impfquote noch recht niedrig. Als einen der Gründe dafür nannte Bundeskanzler Kurz auch die Kampagne der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs). Die rechtspopulistische Partei hatte unter anderem kürzlich ein Video, in dem vor der Corona-Impfung gewarnt wird, veröffentlicht. Laut «Vienna.at» zeigte ein Faktencheck, dass die Partei dabei auf mehrere Falschinformationen zurück griff.

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(heute.at/fos)

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