In den nächsten Wochen: Grenze zu Österreich, Deutschland und Frankreich bald wieder offen
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In den nächsten WochenGrenze zu Österreich, Deutschland und Frankreich bald wieder offen

Wie lange bleiben die Schweizer Grenzen noch zu? Laut Karin Keller-Sutters Departement dürfte die Öffnung früher kommen als erwartet.

von
Bianca Lüthy
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Die Grenzen der Schweiz sind momentan geschlossen. Eher als erwartet dürfte es nun eine Öffnung der Grenzen geben.

Die Grenzen der Schweiz sind momentan geschlossen. Eher als erwartet dürfte es nun eine Öffnung der Grenzen geben.

KEYSTONE
Bundesrätin Karin Keller-Sutter steht in Kontakt zu den Innenministern der Schweizer Nachbarländer. Alle hätten dasselbe Ziel: eine Normalisierung der Situation an den Grenzen.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter steht in Kontakt zu den Innenministern der Schweizer Nachbarländer. Alle hätten dasselbe Ziel: eine Normalisierung der Situation an den Grenzen.

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Die Öffnung könne jedoch nur unter strengen Bedingungen statt finden. Hier im Bild der deutsche Innenminister Horst Seehofer.

Die Öffnung könne jedoch nur unter strengen Bedingungen statt finden. Hier im Bild der deutsche Innenminister Horst Seehofer.

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Darum gehts

  • Die Schweizer Grenzen sind aufgrund der Corona-Krise geschlossen.
  • Ein genaues Datum für die Öffnung steht noch nicht fest.
  • Das Departement des Innern ist in Kontakt mit Deutschland, Österreich und Frankreich.
  • Sofern alle Voraussetzungen für eine sichere Öffnung gewährleistet sind, könnten die Grenzen in den kommenden Wochen bereits geöffnet werden.

Wann gehen die Grenzen wieder auf? Diese Frage beschäftigt die Schweiz schon länger. Nun wurde bekannt, dass Reisen nach Deutschland, Frankreich und Österreich bald wieder möglich sein könnten. Mediensprecher Philipp Schwander von Keller-Sutters Eidgenössischem Justizdepartement (EJPD) bestätigte am Dienstagabend entsprechende Medienberichte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

«Alle wollen so rasch als möglich eine Normalisierung der Grenzsituation», bestätigt Agnès Schenker. Demnach habe Justizministerin Keller-Sutter in den letzten Tage verschiedene Telefongespräche mit ihren Amtskollegen geführt. Darunter mit dem deutschen Innenminister Horst Seehofer sowie mit Christophe Castaner von der Regierung Frankreichs und dem österreichischen Innenminister Karl Nehammer.

«Alle wollen eine Normalisierung der Grenzsituation»

Laut Sprecherin von Keller-Sutter sind alle Parteien bestrebt, in den kommenden Wochen wieder eine normale Situation an den Grenzen zu haben. Dies sei jedoch nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Ausbreitung des Coronavirus in den Nachbarländern eingedämmt bleibe.

Möglich erscheint eine Grenzöffnung Mitte Juni. Bis dann jedenfalls sollen die Schengen-Mitgliedsstaaten - und damit auch die Schweiz – auf Anraten der EU-Kommission auf einen Verzicht von nicht dringenden Reisen dringen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in der Nachrichtensendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF am Dienstagabend von einer Öffnung «im Juni».

Ausgenommen von der Lockerungen an der Grenze ist der Krisenherd Italien. Das Virus hat das Land bei Weitem stärker getroffen als seine europäischen Nachbarn.

Und auch für binationale Liebespaare gibt es gute Nachrichten: Unverheiratete Paare sollen bald wieder über die Grenze gelassen werden. Auch für Ferienhausbesitzer soll der Gang über die Grenze demnächst wieder möglich werden.

Grenzöffnung muss bilateral geklärt werden

Doch die Grenzfrage ist nicht so einfach zu klären. Es gebe viele Punkte die bilateral geregelt werden müssen, so habe Staatssekretär Mario Gattiker den Auftrag erhalten, mit den drei Ländern die genauen Details dazu auszuarbeiten. «Es braucht mit jedem Land spezifische Abmachungen», so die Sprecherin der Innenministerin. Über einen genauen Zeitpunkt der Öffnung der Grenzen kann Schenk noch keine Angaben machen.

(SDA)

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