Zürcher Wahlen: Dürnten musste die Wahlzettel zwei Mal zählen
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Zürcher WahlenDürnten musste die Wahlzettel zwei Mal zählen

Bei den Zürcher Wahlen wartete der Kanton bis zuletzt auf die Resultate aus Dürnten. Die Gemeinde brauchte am längsten, weil sie ein technisches Problem hatte.

von
som

Politiker und Journalisten warteten am Sonntagnachmittag gespannt, bis die Zürcher Gemeinden und Wahlkreise ihre Stimmen ausgezählt hatten. Nach und nach tröpfelten die Wahlresultate ein – auf einer Karte, die an die Wand projiziert wurde, färbten sich die Gemeinden rot. Während die grösseren Wahlkreise mit dem Stimmenzählen schon fertig waren, war im Bezirk Hinwil lange ein weisser Fleck zu sehen – gegen 16.45 Uhr gab dann auch Dürnten seine Resultate bekannt.

«Wir hatten ein technisches Problem», sagt Gemeindepräsident Hubert J. Rüegg. Grund war ein Fehler in einer Excel-Tabelle, in der die brieflichen Stimmen erfasst wurden. «Als wir die Resultate dem Kanton übermitteln wollten, bekamen wir die Fehlermeldung», so Rüegg. Also mussten sämtliche briefliche Stimmrechtsausweise nochmals von Hand nachgezählt werden. Laut Rüegg habe man dies im Dürntner Wahlbüro mit Fassung getragen: «Es ist ja glücklicherweise bei uns noch nie vorgekommen.»

Wahlresultate trafen so früh ein wie noch nie

Insgesamt trafen am Sonntag die Resultate der Kantonsratswahlen so früh wie noch nie ein, wie Edith Wiederkehr, Leiterin Wahlen und Abstimmung des Kantons Zürich, sagt: «Wir hatten erwartet, dass sie gegen 18 Uhr eintreffen.» Überhaupt seien die Wahlresultate, seit sie elektronisch übermittelt werden, viel schneller bekannt als früher: «Noch in den 1980er-Jahren wurde es jeweils Montag.»

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