Aktualisiert 09.12.2008 13:22

Schweizer KonjunkturDüstere Prognosen - Wachstum ist verpufft

Schweizer Ökonomen erwarten 2009 für die Schweiz ein Nullwachstum. Im laufenden Jahr dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,9 Prozent steigen. Die Schätzungen wurden im Vergleich zum letzten Quartal stark nach unten revidiert.

Die 23 Ökonomen, die sich im Dezember am KOF Consensus Forecast beteiligten, seien in ihrer Beurteilung für das Jahr 2009 wesentlich zurückhaltender geworden als noch vor drei Monaten, teilte die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) am Dienstag mit.

Neu rechnen die Ökonomen nicht mehr mit einem Wachstum, sondern mit einer Stagnation (Wachstum von 0 Prozent). Vor drei Monaten prognostizierten sie noch 1,5 Prozent Wachstum.

Massive Korrekturen

Insbesondere die Situation bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen habe sich real gegenüber der letzten Befragung deutlich verschlechtert. Neu wird für 2009 ein Rückgang um 2,5 Prozent erwartet. Noch vor drei Monaten rechneten die Ökonomen mit einem Anstieg um 1,6 Prozent.

Eine massive Korrektur gibt es auch bei der Inflationsprognose. Sie wurde inzwischen fast halbiert von 1,6 Prozent auf 0,9 Prozent. Eine wichtige Rolle spielte dabei der massive Rückgang der Rohstoffpreise.

Angesichts des verschlechterten Konjunkturszenarios wird ausserdem mit einer deutlich höheren Arbeitslosenrate von 3,2 Prozent gerechnet. Vor drei Monaten lag diese Prognose noch bei 2,7 Prozent.

Auch für die Aktienmärkte wurden die Prognosen deutlich nach unten korrigiert. Die befragten Ökonomen sehen für den Swiss Performance Index in drei Monaten noch 4700 Punkte, was 26 Prozent tiefer ist als bei der letzten Prognose.

Bis in zwölf Monaten rechnen sie mit einem Anstieg auf 5100 Punkte. Dies ist ebenfalls eine massive Korrektur der bisherigen Einschätzung, die bei 6784 Punkten lag.

(sda)

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