Nine Inch Nails - «Year Zero»: Düstere Zukunftsvision von Nine Inch Nails
Aktualisiert

Nine Inch Nails - «Year Zero»Düstere Zukunftsvision von Nine Inch Nails

In den Neunzigerjahren glaubte man Trent Reznor schon an die Drogen verloren.

Der geniale Kopf der Nine Inch Nails schmiss sich wohl jede bewusstseinserweiternde Substanz ein, die er finden konnte – und produzierte in diesem Zustand visionäre, beklemmende und angsteinflössende Songs wie «Sin», «Closer to God» oder das von Johnny Cash geadelte «Hurt».

Doch Reznor hat den Drogen abgeschworen – und seitdem muss der geplagte Fan nicht mehr fünf oder mehr Jahre warten, bis Nine Inch Nails wieder ein Lebenszeichen von sich geben.

Sonst hat sich wenig geändert: Reznors Visionen sind immer noch düster. Auf «Year Zero» entwirft er das Bild eines apokalyptischen Tyrannenregimes, welches er in seiner unnachahmlichen Art umsetzt: Die Gitarren sind schlecht gelaunt, die Computersounds schwanken zwischen Chaos und Stechschritt und selbst Reznor scheint es ohne Drogen nicht viel besser zu gehen als mit.

«Year Zero» ist nicht die stärkste Nine-Inch-Nails-Platte, doch das Konzept ist eindrücklich umgesetzt. Und Songs wie «The Beginning of the End», das brutale «The Great Destroyer» und das abschliessende «Zero Sum» werden sich sicher in die lange Liste der Klassiker der Nine Inch Nails einreihen.

(nik)

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