Gesundheits-Gefahr: Duftkerzen können Krebs verursachen
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Gesundheits-GefahrDuftkerzen können Krebs verursachen

Paraffinhaltige Duftkerzen sind wegen ihrer Krebsgefahr schon länger in Verruf geraten. Nun zeigt sich: Noch ein anderer Inhaltsstoff kann Krebs verursachen.

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So schön und entspannend Duftkerzen auch sein mögen: Man sollte sich gut überlegen, ob man sie wirklich daheim aufstellen möchte. Denn gesundheitlich unbedenklich sind die wenigsten. Als besonders problematisch gelten jene Kerzen, die aus Paraffin, einem Erdöl-Produkt, hergestellt werden. Wer sie anzündet, setzt sich einer Reihe schädlicher Substanzen aus, die beim Verbrennen freigesetzt werden und in die Lunge gelangen können.

Doch auch von nicht paraffinhaltigen Duftkerzen geht Gefahr aus. Sie können Allergien auslösen. Denn oft enthalten sie Duftstoffe wie Limonen (sprich: [limonen], die Betonung liegt auf dem «e») oder Eugenol, die laut EU-Kosmetikverordnung als allergen eingestuft wurden. Sie können zu Asthma und Ekzemen führen.

Krebs ist nur eine Folge

Der Stoff Limonen ist Chemiker Alastair Lewis von der University of York noch aus einem anderen Grund ein Dorn im Auge, wie die BBC berichtet. Denn trifft das Limonen in der Luft auf natürliches Ozon, bildet sich Formaldehyd – und damit ein Stoff, der die Schleimhaut der Augen und der oberen Atemwege reizt (siehe Bildstrecke).

Geschieht das nur kurzzeitig, ist das zwar lästig, aber noch nicht gefährlich für die Gesundheit. Die Folgen sind Augenbrennen, Stechen in Nase und Hals, wässriger Schnupfen oder eine verstopfte Nase, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilt. Bei anhaltender Reizung gesellten sich zudem noch unspezifische Beschwerden wie Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein dazu. Bei dauerhaft erhöhter Formaldehyd-Belastung in einem Raum drohen jedoch eine beeinträchtigte Lungenfunktion, chronische Atemwegserkrankungen und im schlimmsten Fall Krebs.

Und genau das macht Lewis Sorgen. Denn in der kalten Jahreszeit, in der sich Kerzen besonders grosser Beliebtheit erfreuen, lüften viele Menschen deutlich weniger als im Sommer, mit dem Resultat, dass das Formaldehyd länger in der Wohnung hängen bleibt und so für schwerere Schäden sorgt. Hinzu kommt, dass Limonen auch in Lufterfrischern und Reinigungsmitteln enthalten sind, was die Belastung verstärkt.

Welche Risiken Duftkerzen sonst noch bergen und wie man sie senken kann, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

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