N-Wort benutzt: «Dulden keinen Rassismus» – Red Bull kündigt Ersatzpilot Juri Vips

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N-Wort benutzt«Dulden keinen Rassismus» – Red Bull kündigt Ersatzpilot Juri Vips

Red-Bull-Nachwuchsfahrer Juri Vips ist seinen Job beim Rennstall los. Das, weil sich der 21-jährige Este rassistisch geäussert hatte. 

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Red Bull hat Nachwuchstalent Juri Vips gekündigt.

Red Bull hat Nachwuchstalent Juri Vips gekündigt.

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Der 21-Jährige hatte sich bei einem Livestream diverse Entgleisungen geleistet.

Der 21-Jährige hatte sich bei einem Livestream diverse Entgleisungen geleistet.

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Zusammen mit Teamkollegen Liam Lawson hatte Vips ein Duell im Videospiel «Call of Duty» gestreamt.

Zusammen mit Teamkollegen Liam Lawson hatte Vips ein Duell im Videospiel «Call of Duty» gestreamt.

IMAGO/PanoramiC

Darum gehts

Nach einer angeblich rassistischen Entgleisung hat das Formel-1-Team Red Bull seinem Ersatzpiloten Juri Vips gekündigt. Der Rennstall teilte am Dienstag nach einer Untersuchung des Vorfalls mit, dass der Vertrag beendet worden sei. «Das Team duldet in keiner Form Rassismus», hiess es in einem Tweet des Arbeitgebers von Weltmeister Max Verstappen.

Vips soll sich in einem Stream auf der Internet-Plattform Twitch rassistisch geäussert haben – der Este habe auch das N-Wort gebraucht. Via Instagram hatte der 21-jährige Pilot aus Estland danach für den Vorfall «uneingeschränkt um Entschuldigung» für die von ihm genutzte Sprache gebeten.

Entschuldigung kam zu spät

«Ich bedauere meine Handlungen sehr, dies ist nicht das Beispiel, das ich abgeben will», schrieb Vips. Als Red-Bull-Junior war er Stammfahrer in der Nachwuchsserie Formel 2, er belegt dort den siebten Platz der Gesamtwertung.

Im ersten Training der Formel 1 beim Grossen Preis von Spanien im Mai war er im Red Bull zum Einsatz gekommen. Die Rennserie verpflichtet die Teams, mindestens zweimal pro Saison einem Nachwuchspiloten in Übungseinheiten eine Chance zu gewähren. 

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

(dpa/hua)

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