Aktualisiert 13.02.2009 14:24

Da war was im HandschuhDumme Boxer betrügen schlecht

Wie betrügt man beim Boxen, wenn man weder Ringrichter noch Gegner kaufen kann? Indem man die Handschuhe manipuliert. Das geht auf verschiedene Arten. Antonio Margarito liess sich vor einem Kampf eine gipsartige Masse einbandagieren. Zu dumm, dass der Schwindel aufflog.

Trotz «Gips» im Handschuh: Margerita kassiert mächtig Prügel. (Quelle: YouTube)

Bevor sich ein Boxer die Handschuhe schnüren lässt, werden die Knöchel dick einbandagiert. Antonio Margarito aus Mexiko reichten die Bandagen nicht. Er liess sich zusätzlich eine feste Masse über die Knöchel legen – gipsartig, bis jetzt aber noch von unbekannter Substanz. Der dadurch erhoffte Effekt: Mehr Wirkung bei Treffern und dadurch ein Vorteil gegenüber seinem Gegner. Viel gebracht hat es dem Weltergewicht nicht. Im Gegenteil.

Zuerst verlor er den Kampf gegen Shane Mosley durch K.o. in der 9. Runde im Staples Center in Los Angeles, danach flog der ganze Schwindel auf. Mosleys Trainer fiel die eigenartige Bandagierung auf, er forderte eine Untersuchung. Zum Vorschein kamen die illegalen Pads.

Er habe die Hände einfach zum Bandagieren hochgehalten, so die Verteidigung des Boxers. Auch Margaritos Trainer, der Verantwortliche für dessen Bandagen, stellt seinen Schützling als Unschuldslamm dar: «Ich will dem Jungen keinen Ärger machen, ich übernehme die ganze Verantwortung». Er habe einfach die falschen Pads erwischt. Trotz diesen Beteuerungen liess sich die verantwortliche Sportkommission nicht erweichen und sperrte sowohl Kämpfer wie auch Trainer für ein Jahr.

Das Boxverbot gilt nur für die USA – Margarito wird in seinem Heimatland weiter Kämpfe bestreiten dürfen. Jorge Ramos, Bürgermeister von Margaritos Heimatstadt Tijuana, liess bereits verlauten, der betrügerische Boxer sei jederzeit willkommen.

(tog)

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