St. Gallen - Lehrling konnte durch Glastisch Penis des Chefs sehen
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St. GallenLehrling konnte durch Glastisch Penis des Chefs sehen

Weil er sich während der Arbeit vor Lehrlingen entblösste und sich selbst befriedigt haben soll, muss sich ein Mann am Mittwoch vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten.

von
Tabea Waser
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Der Beschuldigte muss sich am Mittwoch vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten. 

Der Beschuldigte muss sich am Mittwoch vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten.

20M
Ihm werden mehrfacher Exhibitionismus und sexuelle Belästigung vorgeworfen. 

Ihm werden mehrfacher Exhibitionismus und sexuelle Belästigung vorgeworfen.

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Es droht dem Beschuldigten unter anderem ein lebenslanges Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen. 

Es droht dem Beschuldigten unter anderem ein lebenslanges Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen.

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Darum gehts

  • Ein Mann soll sich bei der Arbeit Lehrlingen gegenüber entblösst haben.

  • Zudem habe er sich selbst befriedigt bei der Arbeit, die Lehrlinge konnten zusehen.

  • Nun muss er sich dafür vor Gericht verantworten.

  • Dem Beschuldigten droht eine Geldstrafe.

Weil er sich mehrfach vor Lehrlingen entblösste und sie sexuell belästigte, muss sich ein Schreiner am Mittwoch vor dem Kreisgericht St. Gallen verantworten. Dem Beschuldigten (56) wird vorgeworfen, im November 2018 und im August 2019 mehrfach an seinem Arbeitsplatz onaniert zu haben im Wissen, dass der ihm zugeteilte Lehrling ihn dabei sehen konnte. Zudem soll er sich während der Arbeitszeit zwei Lehrlingen mehrfach mit offenem Hosenladen und teilweise mit heraushängendem Penis präsentiert haben.

Zum ersten Vorfall kam es laut Anklageschrift am 14. November 2018. Der Beschuldigte ging zusammen mit einem minderjährigen Lehrling auf eine Baustelle in Zürich. Während der Znüni-Pause habe der Lehrling seinen Znüni auf dem Beifahrersitz eines Lieferwagens gegessen. Der Beschuldigte ging laut Anklage in den Laderaum des Wagens, der unter anderem durch ein Sichtfenster von der Fahrerkabine aus einsehbar ist. Im Laderaum, bei offener Schiebetür, habe er sich auf dem Handy einen Porno angeschaut und sich dabei selbst befriedigt. Der Lehrling, der nicht damit rechnete, konnte ihn dabei sehen und hörte ihn gleichzeitig stöhnen.

Er sei geschockt gewesen, heisst es in der Anklageschrift. «Und fühlte sich in der Folge nicht gut und ekelte sich, wenn er danach das Werkzeug des Beschuldigten in die Hand nehmen musste.» Zu einem weiteren ähnlichen Vorfall sei es im August 2019 gekommen.

Glied hängt aus Hose

Im August 2019 soll es auch zu diversen Fällen von Exhibitionismus zum Nachteil des Lehrlings gekommen sein. Immer wieder habe sich der Beschuldigte auf Baustellen mit offenstehendem Hosenladen präsentiert. Teilweise hing sein Penis heraus. Wenn jemand hinzukam, soll er sich hinter der Küchentheke versteckt, sein T-Shirt heruntergezogen oder den Raum verlassen haben.

Bei einer Baustelle soll der Beschuldigte während der Mittagspause an einem Glastisch sein Glied ausgepackt und daran während rund zwei Minuten gerieben haben. Der Lehrling konnte das sehen und versuchte sich deshalb mit dem Handy abzulenken.

In der Anklageschrift ist auch von einem zweiten minderjährigen Lehrling die Sprache. Auch ihm gegenüber soll sich der Beschuldigte im August 2019 entblösst haben. So soll er sich dem Lehrling mehrfach mit offenstehendem Hosenladen und heraushängendem Geschlechtsteil präsentiert haben. Die Rede ist von mehreren Dutzend Malen über einen Tag verteilt. Teilweise sei das Glied erigiert gewesen.

Lebenslanges Tätigkeitsverbot

Die Staatsanwaltschaft beantragt, der Beschuldigte sei wegen mehrfachem Exhibitionismus und mehrfacher sexueller Belästigung schuldig zu sprechen. Er sei deshalb zu einer bedingt zu vollziehenden Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 100 Franken zu verurteilen. Dies unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.

Zudem beantragt die Staatsanwaltschaft eine Verbindungsbusse von 2000 Franken und eine Übertretungsbusse von 800 Franken. Zudem sei dem Beschuldigten lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjähren umfasst, zu verbieten.

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