Rap gegen Mobbing: «Durch die Musik habe ich meinen Vater neu kennengelernt»
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Rap gegen Mobbing«Durch die Musik habe ich meinen Vater neu kennengelernt»

Der 23-jährige St. Galler Rapper Kronov sagt mit seinem neuen Song «Weg des Kämpfers» Mobbing und Rassismus den Kampf an. Der St. Galler erzählt in seinem Song die Lebensgeschichte eines MMA-Kämpfers.

von
Shannon Zangger
Youtube: KRONOV 

Darum gehts

Der 23-jährige St. Galler Julian Konsulov lebt seinen Traum – er ist Rapper. «Ich rappe in meinen Songs nicht nur, sondern singe in meinen Versen auch. Ich mache einfach, was ich liebe. Deshalb bezeichne ich mich als Künstler und nicht nur als Rapper», sagt Julian Konsulov zu 20 Minuten. 

«Kronov», wie sein Künstlername lautet, ist der Sohn von der Opernsängerin Stefany Bourquin und dem Opernsänger Ivan Konsulov. Ihm wurde die Musik also quasi in die Wiege gelegt. Dafür zu leben begann er aber erst mit 18 Jahren. «Ich war nach einem harten Tag während meiner Kochlehre niedergeschlagen. Ich brauchte einen Ausgleich, den fand ich beim Rappen und so entfachte sich meine Leidenschaft.»

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Der junge St. Galler lebt heute seinen Traum und ist Musiker. 

Der junge St. Galler lebt heute seinen Traum und ist Musiker. 

Julian Konsulov
In seinen Texten, die er selbst schreibt, erzählt er authentisch seine Lebensansichten. 

In seinen Texten, die er selbst schreibt, erzählt er authentisch seine Lebensansichten. 

Julian Konsulov
«Ich will ein Zeichen gegen Mobbing und Rassendiskriminierung setzen. Hier draussen werden immer mehr Kinder unterdrückt und das muss ein Ende haben.»

«Ich will ein Zeichen gegen Mobbing und Rassendiskriminierung setzen. Hier draussen werden immer mehr Kinder unterdrückt und das muss ein Ende haben.»

Julian Konsulov

Seine Eltern unterstützten ihn von Anfang an. «Sie drängten mich nie, dass ich auch Opernsänger werden muss. Immer sagten sie mir, ich soll mein eigenes Ding durchziehen», so Julian Konsulov. So genoss er schon in Kindesalter Gesangstunden seines Vaters. «Seit ich Künstler bin, habe ich meinen Vater völlig neu kennengelernt.» Ihre Beziehung sei auf eine völlig neue Ebene gekommen. Sein Vater ist auch als Gesangslehrer tätig.

Er liess sich nie unterkriegen

In seinem neuen Song «Weg des Kämpfers» erzählt er den harten Lebensweg, den sein Kollege und MMA-Kämpfer Mirhad Babic hinter sich hat. «Mirhad ist von Serbien in die Schweiz geflüchtet. Hier wurde er gemobbt und diskriminiert.» Trotzdem liess sich sein Kollege nie unterkriegen.

«Er zog immer sein eigenes Ding durch, trainierte hart und wurde trotz aller Widrigkeiten Profikämpfer», so Julian Konsulov weiter. Der Rapper selbst hat auch ähnliche Erfahrungen in seiner Kindheit durchleben müssen.

Das Mobben muss ein Ende haben

Der St. Galler Rapper appelliert in seinem Song dazu, dass man sich treu bleiben soll. Selbst wenn das heisst, dass man gegen den Strom schwimmen muss. «Ich will ein Zeichen gegen Mobbing und Rassendiskriminierung setzen. Hier draussen werden immer mehr Kinder unterdrückt und das muss ein Ende haben.»

Er will seine Hörerinnen und Hörer ermutigen, harte Zeiten durchzustehen. «Wenn ihr euch nicht brechen lässt, dann werdet auch ihr, wie mein Kumpel, als Champion aus der Situation kommen.» Der Song entstand in Zusammenarbeit mit Ruben Thangavelautham und Mirhad Babic.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von (Cyber-)Mobbing betroffen? 

Hier findest du Hilfe:

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Fachstelle Mobbing (kostenpflichtig)

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Hilfe bei Mobbing, Fachstelle für Schulen und Eltern (kostenpflichtig)

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von Rassismus betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Beratungsnetz für Rassismusopfer

GRA, Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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