Aktualisiert 05.02.2017 08:01

PhilippinenDuterte kapituliert bei Friedensgesprächen

Frieden wird es in dieser Generation nicht mehr geben, so der philippinische Präsident. Die maoistischen Rebellen hatten die Waffenruhe nicht eingehalten und Duterte kritisiert.

von
foa
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Hat die Armee angewiesen, sich «auf einen langen Krieg vorzubereiten»: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte bei einer Pressekonferenz in der Provinz North Cotabato im Süden der Philippinen. (4. Februar 2017)

Hat die Armee angewiesen, sich «auf einen langen Krieg vorzubereiten»: Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte bei einer Pressekonferenz in der Provinz North Cotabato im Süden der Philippinen. (4. Februar 2017)

Keystone/EPA/KIWI BULACLAC HANDOUT
Sorgt mit seinen Äusserungen und seinem brutalen Vorgehen gegen den Rauschgifthandel immer wieder für internationales Aufsehen: Präsident Rodrigo Duterte am 25. August 2016 in Manila.

Sorgt mit seinen Äusserungen und seinem brutalen Vorgehen gegen den Rauschgifthandel immer wieder für internationales Aufsehen: Präsident Rodrigo Duterte am 25. August 2016 in Manila.

kein Anbieter/AP Photo/Bullit Marquez
Zuletzt hatte Dutertes Holocaust-Vergleich Proteste hervorgerufen. Der Präsident an einer Armee-Basis am 27. September 2016.

Zuletzt hatte Dutertes Holocaust-Vergleich Proteste hervorgerufen. Der Präsident an einer Armee-Basis am 27. September 2016.

kein Anbieter/AP Photo/Bullit Marquez

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat die Friedensgespräche mit den kommunistischen Rebellen für beendet erklärt. Er sagte am späten Samstagabend, er habe die Armee angewiesen, sich «auf einen langen Krieg vorzubereiten». Frieden mit den maoistischen Rebellen werde es in der derzeitigen Generation nicht mehr geben.

Beide Seiten hatten im August vergangenen Jahres eine Waffenruhe erklärt. Die informelle Vereinbarung wurde weitgehend eingehalten, während im Ausland Friedensgespräche geführt wurden.

Verstoss gegen Waffenruhe

Duterte sagte nun aber, er habe die Regierungsvertreter angewiesen, in Rom ihre Zelte abzubrechen und zurückzukehren. Er habe kein Interesse mehr daran, mit den Anführern der Rebellen zu verhandeln.

Hintergrund ist die Aufkündigung der Waffenruhe durch die maoistischen Rebellen in der vergangenen Woche – die Aufständischen hatten Dutertes Regierung Verrat und Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Die Regierungsseite beendete daraufhin ebenfalls ihre ausgerufene Kampfpause.

Die Neue Volksarmee (NPA), der bewaffnete Arm der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP), hatte Ende der 60er Jahre einen maoistisch beeinflussten Aufstand gegen die Regierung in Manila begonnen. Schätzungen zufolge wurden in dem bewaffneten Konflikt mehr als 30.000 Menschen getötet. Die Rebellen verfügen derzeit nach Armeeangaben über rund 4000 Kämpfer. In den 80er Jahren sollen es bis zu 26.000 gewesen sein. (foa/afp)

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