Drama im Südpazifik: Dutzende gestrandete Wale verendet
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Drama im SüdpazifikDutzende gestrandete Wale verendet

In einer neuseeländischen Bucht versuchten Tierschützer vergebens, knapp vierzig gestrandete Grindwale vor ihrem Tod zu retten. Das Massensterben gibt Wissenschaftlern Rätsel auf.

von
dga

(Video: Reuters)

Vor Neuseelands Küste sind am Sonntag 39 Grindwale verendet. Die Gruppe sei an einem abgelegenen Strand der Südinsel gestrandet, wie Naturschützer am Montag erklärten. Zuvor seien sie bereits nahe der Golden Bay gesichtet worden, konnten aber nicht daran gehindert werden, zu stranden.

«Niedrigwasser, Starkwind und die Position bereits gestrandeter Tiere erschwerten den Rettungsversuch zusätzlich», sagt Einsatzleiter John Mason gegenüber der neuseeländischen Nachrichten-Website stuff.co.nz. Zwölf Tiere starben demnach eines natürlichen Todes. Die anderen mussten eingeschläfert werden, weil sie nicht mehr zurück ins Meer gebracht werden konnten.

Massensterben gibt Forschern Rätsel auf

In Queens ist ein Wal gestrandet

Immer wieder stranden Wale in der Golden Bay. Im Jahr 2012 verendeten insgesamt knapp 130 Meeressäuger in der Bucht der neuseeländischen Südinsel. Die auch als Pilotwale bekannten Grindwale können bis zu sechs Meter lang werden und sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern.

Wissenschaftler sind sich im Unklaren über die Gründe für das traurige Phänomen. Sie vermuten unter anderem, dass die Tiere in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass sich ein krankes Tier auf dem Weg zum Strand zu einer Art Leitwal entwickelt, dem die anderen dann folgen. (dga/sda)

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