Wal-Drama von Farewell Spit: 21 Grindwale verendet – Helfer kämpfen um verbleibende Tiere
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Wal-Drama von Farewell Spit21 Grindwale verendet – Helfer kämpfen um verbleibende Tiere

An der Küste Neuseelands sind mehrere Dutzend Langflossen-Grindwale gestrandet. Mehr als 200 Helfende kämpften um das Überleben der Tiere.

Die Umweltorganisation Project Jonah meldete, dass 49 Grindwale gestrandet und neun von ihnen verendet waren.

Darum gehts

  • Rund 50 Langflossen-Grindwale sind an der Küste Neuseelands gestrandet.

  • Über 200 Helfende kämpften um das Überleben der Tiere.

  • 21 Wale sind bislang verendet.

An einem entlegenen neuseeländischen Küstenabschnitt setzt sich das Drama um gestrandete Grindwale fort. Nachdem es rund 200 freiwilligen Helfern am Montag gelungen war, 40 Meeressäuger mit der Flut wieder in tieferes Wasser zu lotsen, kamen sie am Dienstag zurück.

Am Montag waren bereits neun der Langflossen-Wale auf der Sandbank Farewell Spit verendet, am Dienstag stieg die Zahl der gestorbenen Tiere auf 21. Aber es gelang auch wieder, 28 Wale mit der Flut am Dienstag zurück ins Meer zu treiben, teilte eine Sprecherin der Wal-Rettungsgruppe Project Jonah, Louisa Hawkes mit.

«Sie sind viel weiter hinaus als gestern», sagte sie. «Wir sind vorsichtig optimistisch, dass sie nicht wieder zurückkommen.» Es komme sehr oft vor, dass Grindwale ein zweites Mal stranden, bevor sie weiter von der Küste weg schwimmen.

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Grosse Rettungsaktion in Neuseeland: Freiwillige lotsen die Tiere wieder in tieferes Gewässer. 

Grosse Rettungsaktion in Neuseeland: Freiwillige lotsen die Tiere wieder in tieferes Gewässer.

AFP
Insgesamt sind rund 50 Wale an der Landzunge Farewell Spit in flaches Wasser geraten.

Insgesamt sind rund 50 Wale an der Landzunge Farewell Spit in flaches Wasser geraten.

Getty Images/iStockphoto
Neun Wale sind verendet. 

Neun Wale sind verendet.

Getty Images/iStockphoto

Die Helfer kühlten während der Ebbe die Meeressäuger mit Wasser, hielten sie aufrecht und achteten darauf, dass sie nicht zuviel Druck auf ihre Flossen bekamen.

Farewell Spit ist eine lange Sandbank, die im Norden der Südinsel wie ein Haken in die Tasmansee hineinragt. Schon oft hat es dort Massenstrandungen von Walen gegeben, der Küstenabschnitt wird daher manchmal als «Walfalle» beschrieben. Warum das passiert, ist bislang nicht bekannt.

Vor vier Jahren strandeten 650 Grindwale in Farewell Spit. Mehr als 350 Tiere verendeten, rund 300 wurden gerettet. Grindwale erreichen ein Länge von 3,6 bis 8,5 Metern und sind normalerweise selten in Küstennähe zu sehen.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Tierschutz Schweiz (anonym möglich)

(DPA)

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