Dutzende Leichen in Bagdad entdeckt
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Dutzende Leichen in Bagdad entdeckt

Innerhalb von 48 Stunden sind allein in der irakischen Hauptstadt Bagdad über 100 Leichen gefunden worden. Die bisher nicht identifizierten Opfer hätten Schusswunden aufgewiesen.

Die Toten sind oft Opfer von Rachefeldzügen zwischen schiitischen und sunnitischen Gruppen.

Derweil bestätigte eine Mitarbeitern des Nachrichtensenders Al- Arabija, dass ein Reporter des Senders im Nordirak von Unbekannten entführt wurde. Die irakische Polizei hatte zuvor gemeldet, Muthanna Ibrahim sei bereits vor einigen Tagen in Mossul verschleppt worden. Die Kidnapper hätten ihm einmal erlaubt, telefonisch Kontakt mit seiner Familie aufzunehmen.

Die irakische Regierung hatte das Büro des arabischen Fernseh- Senders in Bagdad in der vergangenen Woche geschlossen, weil die Berichterstattung angeblich nicht ausgewogen war.

Bei einem Anschlag westlich von Bagdad riss bereits am Donnerstag ein Selbstmordattentäter zwei amerikanische Soldaten mit in den Tod. Wie die US-Armee am Freitag mitteilte, sprengte sich der Attentäter mit seinem Fahrzeug inmitten einer Gruppe von Soldaten in die Luft. 25 US-Soldaten seien bei dem Anschlag verletzt worden.

Selbstmordattentate mit Autobomben auf die US-Truppen im Irak sind selten geworden, da die Soldaten normalerweise auf jedes Fahrzeug schiessen, dessen Fahrer sich ihrer Aufforderung anzuhalten widersetzt.

In der Nähe von Kirkuk im Norden des Iraks erschossen Unbekannte am Freitag aus fahrenden Autos heraus einen Polizisten und verletzten dessen Frau schwer.

(sda)

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