Dutzende schiitische Pilger getötet
Aktualisiert

Dutzende schiitische Pilger getötet

Bei zwei Terrorattacken auf Pilger sind während des schiitischen Aschura-Fests im Irak rund 50 Menschen getötet worden. Einer der Attentäter sprengte sich direkt vor einer Moschee in die Luft.

In Baladrus nordöstlich von Bagdad riss vor einer Moschee ein Selbstmordattentäter 23 Menschen mit in den Tod.

Diese Zahl nannte ein Arzt, der zudem von 57 Verletzten sprach, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. In einer Moschee habe es bei einem weiteren Bombenanschlag drei Tote gegeben.

Bei einem Selbstmordanschlag auf Pilger im nordöstlichen Mandali wurden zwölf Menschen getötet. Der Attentäter habe sich am Dienstag vor einer schiitischen Moschee in die Luft gesprengt, teilte die Polizei weiter mit. 40 Menschen seien verletzt worden.

Ein anderer Attentäter tötete nach Polizeiangaben in Chanekin neun Teilnehmer einer Prozession. Vier Tote gab es zudem vor einer Moschee im Bagdader Bezirk Bajaa. Hier eröffneten nach Angaben aus Polizeikreisen bewaffnete Männer das Feuer auf Pilger.

Das Aschurafest ist einer der höchsten Feiertage der schiitischen Muslime und wird aus Anlass der Schlacht bei Kerbala begangen. In der Schlacht im Jahr 680 war der Iman Hussein, ein Enkel des Religionsstifters Mohammed getötet worden. (dapd)

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