Aktualisiert 13.08.2009 13:50

PhilippinenDutzende Tote bei Kämpfen mit Abu-Sayyaf-Rebellen

Die philippinischen Streitkräfte haben der Rebellenorganisation Abu Sayyaf einen heftigen Schlag versetzt, mussten aber auch selbst schwere Verluste hinnehmen.

von
Jim Gomez/AP

Bei Kämpfen auf der südlichen Insel Basilan wurden mindestens 23 Soldaten und 31 Aufständische getötet, wie ein Militärsprecher am Donnerstag mitteilte. Die Offensive galt demnach vor allem den beiden Abu-Sayyaf-Führern Khair Mundus und Furuji Indama. Ob diese ums Leben kamen, war vorerst unklar.

Nahkampf

Rund 400 Soldaten griffen am Mittwoch zwei Lager der Abu Sayyaf an, in denen sich etwa 150 Kämpfer aufhielten. Daraufhin kam es zu stundenlangen Gefechten. Es handelte sich um einen Schlagabtausch im Nahkampf, bei dem keine schwere Artillerie eingesetzt werden konnte, wie Generalmajor Benjamin Dolorfino erklärte. Demnach war es der verlustreichste Tag für die philippinischen Streitkräfte seit zwei Jahren. Die beiden Lager wurden jedoch schliesslich eingenommen und zahlreiche Bomben, Granaten und Schusswaffen sichergestellt.

Geschwächte Rebellen

Die Abu Sayyaf gilt nach Angaben der philippinischen Regierung als stark geschwächt, allerdings sind immer noch etwa 400 Kämpfer auf Basilan und der nahegelegenen Insel Jolo sowie auf der Halbinsel Zamboanga im Einsatz. Die Rebellengruppe war im Jahr 2000 für die Entführung von mehr als 20 Touristen verantwortlich, darunter die deutsche Familie Wallert. Im Januar dieses Jahres wurden drei Mitarbeiter des Roten Kreuzes verschleppt. Der letzte von ihnen, ein Italiener, wurde erst nach sechs Monaten wieder freigelassen, ein Schweizer und eine Philippinerin kamen im April frei.

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