Indonesien: Dutzende Tote bei neuem Vulkanausbruch
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IndonesienDutzende Tote bei neuem Vulkanausbruch

Bei einer neuen gewaltigen Eruption des Vulkans Merapi in Indonesien sind am Freitag mindestens 48 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 wurden teils schwer verletzt.

Aus dem fast 3000 Meter hohen Krater waren erneut glühend heisse Aschewolken gequollen und hatten sich über die Hänge ausgebreitet. Die Verletzten wurden demnach wegen Verbrennungen und Atemproblemen behandelt. Mit den neuen Opfern stieg die Zahl der Menschen, die seit Dienstag vergangener Woche durch Ausbrüche des Merapi starben, auf über 90.

Nach Behördenangaben verbrannte die heisse Vulkanasche umliegende Dörfer bis in 18 Kilometer Entfernung. Aufgrund der Angaben von Rettungskräften über das Ausmass der Zerstörungen wurde vermutet, dass unter den Opfern viele Kinder aus dem 18 Kilometer vom Vulkan entfernten Dorf Argomulyo waren.

Vulkan Merapi speit immer noch Asche

Das Sperrgebiet wurde am Freitag nach dem erneuten Ausbruch von 15 auf 20 Kilometer vergrössert. Die Anwohner in einem Umkreis von 20 Kilometern um den Merapi mussten ihre Häuser verlassen. Etwa 100'000 Menschen befanden sich bereits in Notunterkünften.

Gewaltige Eruption des Merapi

Der bisher stärkste Ausbruch

Seit dem Ausbruch am 26. Oktober spuckt der rund 2900 Meter hohe Vulkan immer wieder Asche und Lava. Der Ausbruch am Freitag war jedoch nach Angaben des Vulkanexperten der indonesischen Regierung der Stärkste.

An den fruchtbaren Hängen des Merapis leben mehr als 75'000 Menschen. 1994 kamen bei einem Ausbruch 60 Menschen ums Leben, 1930 verbrannten mehr als ein Dutzend Dörfer und bis zu 1300 Menschen kamen ums Leben.

(sda)

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