Schwere Wirbelstürme: Dutzende Verletzte in Japan, Tote in Indien
Aktualisiert

Schwere WirbelstürmeDutzende Verletzte in Japan, Tote in Indien

Zehntausende Inder sind auf der Flucht vor dem Zyklon «Hudhud». In Japan sorgt der Taifun «Vongfong» für Angst.

Gleich zwei Wirbelstürme machten Asien am Wochenende zu schaffen. In Indien reisst der Zyklon acht Menschen in den Tod, in Japan stieg die Anzahl der Verletzten durch den Taifun «Vongfong» auf mindestens 45. Beide schwächten sich mittlerweile ab. Am Dienstag könnte der Sturm Tokio erreichen.

An der Ostküste Indiens waren am Montag mehr als 1000 Rettungskräfte und Soldaten mit Hubschraubern und Schiffen im Einsatz, um in den besonders stark betroffenen Staaten Andhra Pradesh und Orissa Hilfe zu leisten, teilte ein indischer Regierungsbeamter mit. «Hudhud» traf mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von 195 Kilometern pro Stunde auf Land, sagte Marinesprecher S. K. Grewal.

Hunderte Schutzräume

Vor Eintreffen des Zyklons «Hudhud» waren in den Küstenregionen Ostindiens mindestens 400'000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Hunderte Schutzräume waren für die Evakuierten eingerichtet worden. Am Montag bewegte sich «Hudhud» abgeschwächt weiter landeinwärts. Befürchtet wurden weitere schwere bis sehr schwere Regenfälle in sechs Bundesstaaten.

Der Indische Ozean ist ein Zentrum für Zyklone. Von den 35 schlimmsten Stürmen der Geschichte kamen 27 über den Golf von Bengalen und trafen entweder Indien oder Bangladesch. 1999 verwüstete ein Zyklon die Küste des Staats Odisha und kostete mindestens 10'000 Menschen das Leben.

So wütet «Hudhud»

(Quelle: YouTube/Sir Jadeja)

«Vongfong» versetzt Japan in Angst

Der Taifun «Vongfong» fegte vor allem über die japanische Insel Okinawa hinweg. 150'000 Einwohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. 60'000 Haushalte hatten keinen Strom mehr. Angesichts des heftigen Regens warnten die Behörden vor Erdrutschen. Starke Winde rissen Hochspannungsleitungen herunter, der Schnellbahnverkehr kam zum Erliegen.

Der Wirbelsturm bewegt sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde auf die nordöstlich gelegene Hauptinsel Kyushu, wo er am Montag erwartet wird. Die Region um Tokio könnte er am Dienstag erreichen.

Es ist bereits der zweite schwere Sturm in Japan binnen einer Woche. Beim Durchzug von Taifun «Phanfone» waren am vergangenen Wochenende auf der Insel Okinawa drei amerikanische Soldaten umgekommen, als sie von Wellen mitgerissen wurden. (sda)

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