Aktualisiert 18.05.2008 18:51

Dutzende von Baslern sind mit Badi-Verbot belegt

Saufen, pöbeln, spannen – aus diversen Gründen verweisen die Basler Badis immer wieder Leute aus ihren Anlagen.

von
Anna Luethi

Sommerstimmung am Rheinknie: Die letzten zwei Wochen waren ein beinahe idealer Start in die Badesaison. «Wir sind sehr zufrieden», sagt Eric Hardman, Leiter der Sport- und Freizeitbetriebe St. Jakob. Die Laune der Gartenbadbetreiber wird aber von unliebsamen Gästen getrübt: Diebstahl, Schlägereien, Missachtung der Baderegeln, Alkoholgelage, Pädophilie – die Liste der Probleme ist lang.

«Solche Fälle gibt es leider täglich», so Hardman. Bei schwereren Fällen wird hart durchgegriffen: Dann gibts ein Badi-Verbot. Im Joggeli sind es rund zehn Verbote pro Saison; im Eglisee und Bachgraben dürften es laut Hardman ähnlich viele sein. «Teilweise ist es ein einmaliger Rausschmiss – etwa, wenn jemand unter der Badehose Unterhosen trägt.» Doch es gibt auch lebenslängliche Verweise: Bei Pädophilen kenne man keine Gnade.

Klaus Mannhart von der Polizei betont jedoch, dass solche Vorfälle im Gartenbad «kein gros­ses Thema» seien und äus­serst selten vorkämen. Das Joggeli rüstet sich dennoch für Hitzetage mit Massenandrang – seit letzter Saison läuft ein Pilotprojekt, bei dem Securitys ausgelastete Bademeister bei Problemen ausserhalb der Becken unterstützen.

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