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Super LeagueDwamena fällt beim Medizin-Check durch

Der Transfer von Raphael Dwamena zu Brighton & Hove Albion ist geplatzt. Die Engländer haben die Offerte für den FCZ-Stürmer zurückgezogen.

von
nag
Deal geplatzt: Dwamena, hier im Spiel gegen YB, wird weiterhin für den FCZ auf Torejagd gehen. (19. August 2017)

Deal geplatzt: Dwamena, hier im Spiel gegen YB, wird weiterhin für den FCZ auf Torejagd gehen. (19. August 2017)

Keystone/Walter Bieri

Der Transfer von Raphael Dwamena zum Premier-League-Klub Brighton ist laut Angaben des FC Zürich geplatzt. Aufgrund des medizinischen Checks habe der englische Verein seine Offerte zurückgezogen, schreibt der FC Zürich auf seiner Website. Der Super-League-Aufsteiger hätte für den Transfer des Ghanaers rund 15 Millionen Franken kassiert.

In der Medienmitteilung des FCZ heisst es: «Wir sind über diesen Entscheid doch sehr erstaunt. Selbstverständlich haben auch wir vor dem Wechsel von Raphael zum FCZ eine medizinische Untersuchung durch die Schulthess-Klinik vornehmen lassen. Dort wurde dieselbe Abweichung von der Norm festgestellt. Allerdings wurde dieser Sachverhalt dahingehend beurteilt, dass er weder gesundheitsgefährdend ist, noch die Leistungsfähigkeit eines Spitzensportlers beeinträchtigt.»

Dass bei solchen medizinischen Tests im Bereich des Spitzensportes Abweichungen vorkämen, sei nicht unüblich. Sie würden aber individuell analysiert und auf ihre medizinischen Konsequenzen hin überprüft. Ob sich in den letzten acht Monaten tatsächlich eine Veränderung des medizinischen Sachverhalts ergeben hat, wird nun überprüft.

Trotz dieser unvorhergesehenen Entwicklung zeigt sich der FCZ auch erfreut darüber, dass sich der Goalgetter wieder «vollumfänglich für den FCZ engagieren wird».

«Fakten sammeln»

Zum geplatzen Millionen-Deal meint FCZ-Sportchef Thomas Bickel gegenüber 20 Minuten: «Damit rechnet niemand, das ist klar. Aber wir müssen erst einmal alle Infos einholen und die Fakten sammeln, ehe wir dazu mehr sagen können. Es bringt nichts, im Affekt etwas zu sagen. Das wäre falsch.»

«Ich war grundsätzlich der Meinung, dass Brighton zu schnell mit der Information über den Transfer raus ist. Klar, die Vereine waren sich einig, aber es hat mich doch eher erstaunt, zumal andere Dinge wie der Medizin-Check noch ausständig waren.»

Mehr wollte der FCZ-Sportchef nicht dazu sagen, ausser, dass die Türen für Dwamena beim FCZ immer offen stehen.

Degen-Brüder konsterniert

Die Agentur sbe Management von David und Philipp Degen vertreten den jungen Stürmer und waren konsterniert. Alles sei vorbereitet gewesen und für alle Parteien gut. «Raphael ist ein guter Mensch und ein Riesentalent. Wir müssen jetzt kühlen Kopf bewahren und die Sache genau analysieren. Der Junge liegt uns am Herzen. Egal was passiert, es ist nicht das Ende und wir werden alles machen, was nötig ist.»

Weiters kommentiert Philipp Degen den gescheiterten Deal nicht. Vor allem nicht, bevor alles bis ins Detail abgeklärt ist. «Es bringt nichts, sich auf Spekulationen einzulassen», so Degen. (nag/20 Minuten/sda)

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