Aktualisiert 28.10.2018 11:45

Tötungsdelikt in Frauenfeld

E. A. (19) trug den Kopf der Grossmutter im Rucksack

Mitte Oktober wurde eine 74-jährige Mazedonierin tot in einer Wohnung in Frauenfeld aufgefunden. Ihr Enkel, ein 19-jähriger Italiener, wurde kurz nach der Tat verhaftet.

von
bee
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Beim Tatverdächtigen handelt es sich um den 19-jährigen E. A.*

Beim Tatverdächtigen handelt es sich um den 19-jährigen E. A.*

Laut Anwohnern hatte A. Drogenprobleme.

Laut Anwohnern hatte A. Drogenprobleme.

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So zeigt sich der mutmassliche Täter auf Facebook.

So zeigt sich der mutmassliche Täter auf Facebook.

Vor knapp zwei Wochen spielten sich in einer Wohnung in Frauenfeld schaurige Szenen ab. Eine 74-jährige Mazedonierin wurde brutal getötet. Wie die Kantonspolizei Thurgau bestätigt, wurde die Frau enthauptet.

Als die Polizei am 16. Oktober am Tatort eintraf, war der Kopf der Frau abgetrennt. Unter dringendem Tatverdacht steht E. A.*, ihr eigener Enkel. Er konnte kurz nach der Tat verhaftet werden.

Kopf in einem Rucksack

Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, soll der mutmassliche Täter E. A. den Kopf bei sich in einem Rucksack mitgetragen haben, als er am Flughafen Zürich verhaftet werden konnte. Kurz nach der Tat war er noch seinem Vater im Treppenhaus des Wohnblocks in Frauenfeld begegnet. Dieser hatte die Leiche in der Wohnung entdeckt und Alarm geschlagen.

Gemäss Recherchen von 20 Minuten soll die Frau mittlerweile in der mazedonischen Stadt Kumanovo beerdigt worden sein. Die genaue Todesursache ist hingegen weiterhin unbekannt.

Mit einer Waffe am Arbeitsplatz

Laut mehreren Aussagen hatte der junge Mann seit längerem psychische Probleme. Es heisst, dass sich diese vor rund einem Monat bemerkbar gemacht hätten. «Er wurde in Frauenfeld in eine Klinik eingeliefert, dann aber wieder entlassen». E.A. habe Drogenprobleme gehabt.

Auch an seinem Arbeitsplatz hat er für Aufregung gesorgt. Der angehende Elektro-Installateur nahm Anfang Oktober eine Waffe mit in seinen Lehrbetrieb in Aadorf. Deshalb war die Kantonspolizei Thurgau aufgeboten worden. «Es handelte sich um eine Schreckschusspistole», sagt Graf. Diese sei sichergestellt worden. «Es kam zu keiner Bedrohung, deshalb gab es auch keinen Haftgrund», so Graf.

Wie Anwohner weiter berichten, zog die Familie, die ursprünglich aus Mazedonien stamme, vor wenigen Jahren aus Italien in die Schweiz. Hier habe sie sich zuerst in Aadorf TG niedergelassen, seit einem Jahr nun lebe sie in Frauenfeld.

*Name der Redaktion bekannt.

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