22.11.2020 19:34

Pilotprojekt in BernE-Autos können schon bald an Strassenlaternen geladen werden

In Berner Quartieren soll das Angebot an Ladestationen für elektrische Autos ausgebaut werden. Dafür will die Stadt ein neues Ladesystem etablieren.

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Strom von der Strassenlaterne …

Strom von der Strassenlaterne …

Ubitricity
… für das E-Auto. Dies will auch die Stadt Bern etablieren. 

… für das E-Auto. Dies will auch die Stadt Bern etablieren.

Ubitricity
Gemeinsam mit dem Start-up Ubitricity wurde ein entsprechendes Pilotprojekt lanciert.

Gemeinsam mit dem Start-up Ubitricity wurde ein entsprechendes Pilotprojekt lanciert.

KEYSTONE

Darum gehts

  • Das Angebot von Ladestationen im Raum Bern soll ausgebaut werden.

  • Jedoch nicht mit herkömmlichen Ladestationen.

  • In Zukunft sollen E-Autos an Strassenlaternen geladen werden können.

  • Die Stadt will mit einem Pilotprojekt erste Erfahrungen sammeln.

In der Stadt Bern sollen Strassenlaternen bald auch als Ladestationen für E-Autos dienen. Der städtische Energiezulieferer EWB arbeitet derzeit an einem entsprechenden Pilotprojekt. Das Angebot soll sich vor allem an Bewohner mit E-Autos richten, die über eine Anwohnerparkkarte für die entsprechenden Quartiere verfügen – die Ladestationen werden nämlich in blauen Zonen zum Einsatz kommen. Und zwar an solchen Parkplätzen, die direkt an einer Strassenlaterne stehen – ohne Trottoir dazwischen.

«Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach elektrisch betriebenen Fahrzeugen sowie deren stärkeren Nutzung sollen im öffentlichen Raum zusätzliche Lademöglichkeiten angeboten werden», sagt EWB-Sprecherin Sabine Krähenbühl. Vor allem in Quartieren soll das Angebot ausgebaut werden. Während an zentral gelegenen Standorten eher Schnellladestationen zum Einsatz kommen, sollen in den Quartieren Normalladestationen installiert werden. An letzteren benötigt das Auto deutlich länger, bis es voll geladen ist, daher ideal, wenn das Gefährt ohnehin mehrere Stunden dort steht.

Weniger Kosten, günstigeres Laden

Gemeinsam mit dem Start-up Ubitricity, welches die Technik bereits in mehreren europäischen Städten erfolgreich etabliert hat, arbeitet nun die Stadt Bern am Pilotprojekt. «Zwei Masten von Hängeleuchten und ein klassischer Kandelaber werden mit Ladepunkten ausgerüstet», so Krähenbühl. Neben dem Sammeln von Erfahrungen zur Nachfrage und Nutzung würden beim Projekt Laternenladen vor allem Fragen zur technischen Machbarkeit im Vordergrund stehen. Durch die Nutzung von Strassenlaternen als Ladestationen sollen Kosten gespart werden können und dadurch Strom günstiger angeboten werden. Abgerechnet wird mittels Kreditkarte.

Das Projekt befinde sich in einer ersten Umsetzungsphase und muss laut Krähenbühl noch einige technische Herausforderungen meistern: «wie beispielsweise die Unterbringung der ganzen Ladetechnik im Lichtmast». Mit der Inbetriebnahme der Ladepunkte könne voraussichtlich im Laufe des 1. Quartals 2021 gerechnet werden.

Schnell- und Normalladen

Wie die Stadt Bern mitteilt, sollen die geplanten Ladestationen in den Quartieren aus sogenannten AC-Ladestationen bestehen. Diese laden die Autobatterie mit Wechselstrom. Im Gegensatz zu den Gleichstromlade- oder DC-Stationen benötigt die Batterie deutlich länger, bis sie geladen ist. Diese Ladestationen bieten sich daher für Autos an, welche über einen längeren Zeitraum stehen bleiben.

(cho)

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481 Kommentare
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Auch Wichtig

23.11.2020, 23:15

Auch die Wertschöpfungskette ist bei E-Mobilität nicht zu unterschätzen! Lieber für erneuerbaren, umweltfreundlichen Strom (Wasserkraft, PV, Wind) Geld für hiesige Stromproduzenten ausgeben, als für umweltschädlichen Treibstoff von dubiosen Schurkenstaaten...

Wirds nicht mehr geben nach der KVI

23.11.2020, 22:32

Weil die nötigen Roh-stoffe für die EAutos nicht mehr ausgebeutet werden dürfen.

Smart Charge

23.11.2020, 20:54

Sowas sollte es nicht nur in Bern geben.