Auslandsaktivitäten: E.ON muss Milliarden abschreiben
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AuslandsaktivitätenE.ON muss Milliarden abschreiben

Deutschlands grösster Energieversorger E.ON muss bei seinen Auslandsengagements Wertberichtigungen in Höhe von mehr als 3 Milliarden Euro vornehmen.

Betroffen seien die amerikanische Tochter US Midwest mit einem Abschreibungsbedarf in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und die von Enel/Acciona und Endesa erworbenen Aktivitäten in Italien, Spanien und Frankreich mit Wertberichtigungen in einer Grössenordnung von rund 1,8 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit.

Ausschlaggebend für die Wertkorrekturen in den USA sei vor allem der Anstieg der Kapitalkosten sowie die niedrigeren langfristigen Wachstumsperspektiven aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes. In Südeuropa wirke sich vor allem die Erhöhung des Unternehmenssteuersatzes in Italien aus. Ausserdem habe sich die Perspektive auf dem italienischen Energiemarkt aufgrund regulatorischer Eingriffe und von Verzögerungen bei der Inbetriebnahme von Kraftwerken eingetrübt.

Die Wertberichtigungen werden nach Unternehmensangaben den Konzernüberschuss mindern, jedoch keine Auswirkungen auf das Betriebsergebnis (Adjusted Ebit) und die Dividendenausschüttung haben. Der Konzern rechnet mit einer Steigerung des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Adjusted Ebit) um 7 bis 8 Prozent. Der Anstieg des für die Dividendenhöhe ausschlaggebenden bereinigten Konzernüberschusses werde in einer vergleichbaren Grössenordnung liegen. Angesichts dieser Zahlen will der E.ON-Vorstand eine Dividende von voraussichtlich 1,50 Euro vorschlagen. Dies wäre eine Steigerung um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(dapd)

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