Stolperfallen für Blinde – E-Scooter und Velos werden zunehmend zum Problem für Sehbeeinträchtigte
Publiziert

Stolperfallen für BlindeE-Scooter und Velos werden zunehmend zum Problem für Sehbeeinträchtigte

Janka Reimmann ist seit ihrem achten Lebensjahr sehbeeinträchtigt und kämpft täglich mit Stolperfallen auf der Strasse. 20 Minuten erzählt sie, mit welchen Gefahren sie zu kämpfen hat.

Sie ist gezwungen, mit Blindenstock ihren Alltag zu bewältigen. Dabei helfen ihr Leitlinien am Boden und mit Blindenschrift angeschriebene Gegenstände, wie Gelände an den Bahnhöfen oder Ampel-Sensoren, die ihr mitteilen, ob es rot oder grün ist. Doch Gegenstände, die besonders die Leitlinien versperren, machen ihr das Leben schwer. Immer wieder stolpert die 47-Jährige über E-Scooter oder Velos, die fahrlässig darauf geparkt sind. Dieses Problem ist auch der SBB bekannt. Ihre Bahnhöfe sind allesamt mit Leitlinien und Gleisbeschriftungen präpariert, die blinden und sehbeeinträchtigten Personen dazu dienen, sich selbständig zu bewegen. Sind besonders Leitlinien versperrt, ist das SBB-Personal angehalten, zu reagieren.

Das Hauptproblem liege aber nicht an der Infrastruktur für Sehbeeinträchtigte der Bahnhöfe oder der Stadt. Laut Janka Reimmann sind ihre Mitmenschen die grössten Stolpersteine «(…) weil sie oft unaufmerksam durch die Weltgeschichte laufen, aufs Handy schauen oder mit dem Kopf komplett woanders sind. Sie achten auch nicht, dass jemand kommt, der nicht gut sieht. Sie fallen über den Stock, weichen in der letzten Sekunde aus oder preschen mit dem Velo an mir vorbei».

Für die Zukunft wünscht sich Janka Reimmann von ihren Mitmenschen mehr Achtsamkeit gegenüber Blinden und Sehbeeinträchtigten.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(Team Video News)

Deine Meinung