Aktualisiert 05.01.2011 19:29

Unsichere Rechtslage

E-Zigarette spaltet Zentralschweiz

Die High-Tech-Zigarette Super Smoker sorgt für Verwirrung: Während der Kanton Zug die Zigi in Restaurants erlaubt, droht Luzerner «Rauchern» eine Busse.

von
Daniela Gigor
Unsichere Rechtslage: In vielen Kantonen ist die Super Smoker in Beizen verboten.

Unsichere Rechtslage: In vielen Kantonen ist die Super Smoker in Beizen verboten.

Seit kurzem werden die elektronischen Zigaretten Super Smoker an den Kiosken der Valora Retail zum Verkauf angeboten. In einem Werbeflyer verspricht Valora, dass mit der nikotinfreien Zigarette, die mit einem Verdampfungsverfahren arbeitet, überall gepafft werden könne. Auch dort, wo ein Rauchverbot für herkömmliche Zigaretten bestehe – «vorbehaltlich des jeweiligen Hausrechts».

So eindeutig wie auf dem Flyer ist die Situation in der Realität jedoch nicht. Auf Swiss-Flügen etwa ist die Super Smoker verboten. Die drei Zentralschweizer Kantone Luzern, Zug und Schwyz sind sich uneinig, ob die elektronischen Zigaretten in öffentlichen Räumen und Restaurants benützt werden dürfen. Der Kanton Luzern kennt keine Gnade: «Solange die Unschädlichkeit für die Umgebung nicht nachgewiesen ist, wird die elektronische Zigarette behandelt wie eine herkömmliche», sagte Rolf Frick vom Gesundheitsdepartement auf Anfrage. Damit droht E-Rauchern eine Busse von 60 Franken, wenn sie etwa in Beizen qualmen. Ganz anders tönt es bei Matthias Meyer vom Zuger Gesundheitsamt: «Solange kein schädlicher Rauch abgegeben wird, darf die Super Smoker in öffentlichen Räumen benützt werden.» In Schwyz ist noch keine Entscheidung gefallen.

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