Luftfahrt: Easyjet darf den Namen behalten
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LuftfahrtEasyjet darf den Namen behalten

Der britische Billigflieger hat den Streit mit Stelios Haji-Ioannou über die Nutzung der Marke «Easy» beigelegt. Ganz billig war der Friede aber nicht.

Der neue Vertrag der Easygroup mit Easyjet sieht keine Grenze mehr für die Nebengeschäfte der Fluggesellschaft vor.

Der neue Vertrag der Easygroup mit Easyjet sieht keine Grenze mehr für die Nebengeschäfte der Fluggesellschaft vor.

Der aus Zypern stammende Haji-Ioannou, der sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, hatte gedroht, der Airline den Markennamen «Easy» zu entziehen. Dazu kommt es nicht: Die Airline und der Chef der Easygroup einigten sich auf einen neuen Vertrag über die Beziehungen der beiden Unternehmen, wie Easyjet am Montag mitteilte.

Haji-Ioannou, der inzwischen ein Easy-Imperium mit Hotels, Kinos und Autovermietungen betreibt, kritisierte unter anderem, dass Easyjet mehr als 25 Prozent seines Umsatzes mit anderen Produkten als Flugtickets mache. Diese Grenze hatte der bisherige Vertrag über die Markenrechte aus dem Jahr 2000 vorgesehen.

Der neue Vertrag der Easygroup mit Easyjet sieht keine Grenze mehr für die Nebengeschäfte der Fluggesellschaft vor. Ausserdem verzichtet Haji-Ioannou auf den Posten des Verwaltungsratspräsidenten und das Recht der Easygroup, zwei Vertreter in das Aufsichtsgremium zu entsenden.

Im Gegenzug muss Easyjet jedes Jahr 0,25 Prozent seines Umsatzes an die Unternehmensgruppe abführen. In den ersten beiden Jahren sind es 3,9 Mio. und 4,95 Mio. Pfund. Einfluss behält Haji-Ioannou zudem als weiterhin grösster Einzelaktionär: Er hält 26 Prozent an der Fluglinie. (sda)

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