30.06.2016 09:57

Amsterdam, Berlin, Lissabon

Easyjet fliegt von Zürich aus neue Ziele an

Trotz Brexit-Problemen geht der britische Billigflieger in der Schweiz in die Offensive. Ab Herbst bietet er zusätzliche Destinationen an.

von
kwo
1 / 4
Von der Lehrerin zur Topmanagerin: Carolyn McCall ist seit 2010 Chefin von Easyjet.

Von der Lehrerin zur Topmanagerin: Carolyn McCall ist seit 2010 Chefin von Easyjet.

«In Basel und Genf möchten wir unbedingt weiterwachsen und erweitern deshalb das Angebot an Destinationen», sagte Carolyn McCall zu 20 Minuten.

«In Basel und Genf möchten wir unbedingt weiterwachsen und erweitern deshalb das Angebot an Destinationen», sagte Carolyn McCall zu 20 Minuten.

AP/Lionel Cironneau
Doch nun kommen auch ab Zürich neue Destinationen hinzu: Ein Easyjet-Flugzeug auf dem Rollfeld in Basel.

Doch nun kommen auch ab Zürich neue Destinationen hinzu: Ein Easyjet-Flugzeug auf dem Rollfeld in Basel.

Keystone/Georgios Kefalas

Der Billigflieger Easyjet ergänzt seinen Schweizer Flugplan. Ab Basel und Genf sowie überraschenderweise auch ab Zürich gibt es ab Herbst 2016 insgesamt sieben zusätzliche Destinationen.

Wie die Airline in einem Communiqué schreibt, würden die neuen Routen «Wintersonne und schottisches Highland-Feeling», aber auch Verbindungen in europäische Grossstädte für Geschäftsleute bieten. Die neuen Destinationen seien ab sofort buchbar.

Ab Basel können Fluggäste neu nach Funchal auf der portugiesischen Insel Madeira fliegen. Ab Genf gibt es neu Flüge nach München, Fuerteventura sowie ins schottische Inverness. Ab Zürich fliegt Easyjet neu nach Amsterdam, Berlin und Lissabon.

Ausbau in Zürich erstaunt

Der Ausbau erstaunt grundsätzlich nicht. Im April hatte Easyjet-Chefin Carolyn McCall in einem Interview mit 20 Minuten gesagt, dass ihr Unternehmen plane, ihr Streckennetz weiter auszubauen. Für 2016 sah McCall ein Kapazitätswachstum von 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr voraus.

Überraschend ist aber, dass Eaysjet nicht nur in Basel und Genf, sondern auch in Zürich expandiert. Noch im April hatte McCall gesagt, der Flughafen Zürich sei von den Gebühren her für Easyjet meist zu teuer. Ausserdem sei die Stadt sehr nahe bei Basel. Viele Zürcher würden Easyjet daher von Basel aus nutzen.

Aktien auf Talfahrt

Aufgrund des Brexit befinden sich die Aktien von Billigfluggesellschaften wie Easyjet und Ryanair derzeit auf Talfahrt. Sie verdanken einen guten Teil ihres Wachstums dem freien Luftverkehr in der EU. Der Brexit könnte nun vor allem Easyjet in die Quere kommen. Allein wegen der Turbulenzen nach dem Referendum rechnet McCall mit weniger Gewinn.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.