Verschärfte Regeln ab 10. Februar : Easyjet lässt nur noch kleine Taschen als Handgepäck durch
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Verschärfte Regeln ab 10. Februar Easyjet lässt nur noch kleine Taschen als Handgepäck durch

Fluggäste der Billigairline dürfen bald nur noch Handgepäck kostenlos mitnehmen, wenn es unter den Vordersitz passt. Easyjet verkauft die Regeländerung als Massnahme gegen Verspätungen. Doch das kauft ihr die Internet-Community nicht ab.

von
Fabian Pöschl
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Bei Easyjet gelten ab 10. Februar verschärfte Handgepäckregeln an Bord.

Bei Easyjet gelten ab 10. Februar verschärfte Handgepäckregeln an Bord.

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Das Handgepäck muss unter den Vordersitz passen.

Das Handgepäck muss unter den Vordersitz passen.

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Damit sind Rucksäcke und kleine Taschen noch inklusive, Rollkoffer aber nicht mehr.

Damit sind Rucksäcke und kleine Taschen noch inklusive, Rollkoffer aber nicht mehr.

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Darum gehts

  • Bei Easyjet gelten ab 10. Februar verschärfte Regeln fürs Handgepäck.

  • Kostenlos ist es nur noch, wenn das Handgepäck unter den Vordersitz passt.

  • Die Airline verkauft die neuen Regeln als Massnahme gegen Verspätungen.

  • Das kauft ihr die Internetgemeinde nicht ab.

Die britische Billigairline Easyjet verschärft ihre Handgepäckregeln. Laut einer Mitteilung vom Dienstag dürfen Passagiere ab 10. Februar nur noch ein kleines Stück Handgepäck kostenlos mit in die Kabine nehmen, das unter den Vordersitz passt.

Das Gepäck darf maximal 45 auf 36 auf 20 Zentimeter messen, also etwa so gross wie ein Rucksack sein. Zuvor durfte das Handgepäck 56 auf 45 auf 25 Zentimeter messen, womit auch ein kleiner Rollkoffer im Easyjet-Flieger zugelassen war, wenn er ins Gepäckfach über den Sitzen passte.

Easyjet-Plus-Kunden sind nicht betroffen

Keine Änderung gibt es für Kunden, die einen der teureren Sitzplätze vorn oder mit mehr Fussraum buchen. Sie dürfen weiterhin zwei Gepäckstücke mitnehmen: eine kleine Laptop- oder Handtasche sowie ein grösseres Gepäckstück. Das gilt auch für Buchungen zum teureren Flexi-Tarif oder für Easyjet-Plus-Kunden. Alternativ können Passagiere auch gegen ein Entgelt ein Handgepäckstück beim Check-in aufgeben.

Laut der Airline soll die Massnahme dazu beitragen, «unsere Pünktlichkeit zu verbessern und den Kunden Gewissheit darüber zu geben, was sie an Bord mitnehmen dürfen». Für viele Reisende bedeutet die Massnahme aber vor allem, dass sie fürs Handgepäck zahlen müssen.

Der Unmut der Social-Media-Community ist gross. Sie kauft der Airline nicht ab, dass die verschärften Regeln eine Massnahme gegen Verspätungen sein soll. Easyjet solle einfach ehrlich sein, die Preise erhöhen und sagen, das sie Probleme hätten, schreibt ein Twitternutzer.

Mittlerweile lancierte die Internetgemeinde auch eine Petition, mit der sie ein Umdenken bei Easyjet erreichen will. Allerdings ist die Billigairline nicht die erste, die an der Preisschraube fürs Handgepäck dreht. Der irische Konkurrent Ryanair führte bereits Ende 2018 eine noch strengere Regeländerung ein.

(SDA)

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