Flughafen Genf - Easyjet-Maschine und Privatflieger schrammten knapp an Katastrophe vorbei
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Flughafen GenfEasyjet-Maschine und Privatflieger schrammten knapp an Katastrophe vorbei

Der Passagierjet wollte gerade starten, als der Learjet auf die Piste rollte. Nur knapp konnte eine Katastrophe verhindert werden. Der Bund hat eine Untersuchung eingeleitet.

von
Patrick McEvily
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Am Morgen des 2. Juli kollidierte eine startende Easyjet-Maschine beinahe mit einem Privatjet.

Am Morgen des 2. Juli kollidierte eine startende Easyjet-Maschine beinahe mit einem Privatjet.

TDG
Beim zweiten Flieger handelte es sich um einen Learjet der portugiesischen Fluggesellschaft Omni mit zwei Personen an Bord (Symbolbild).

Beim zweiten Flieger handelte es sich um einen Learjet der portugiesischen Fluggesellschaft Omni mit zwei Personen an Bord (Symbolbild).

imago images/Rüdiger Wölk
Beim Flughafen Genf will man sich am Dienstag zum Vorfall äussern.

Beim Flughafen Genf will man sich am Dienstag zum Vorfall äussern.

REUTERS

Darum gehts

  • Am 2. Juli sind am Flughafen Genf zwei Flieger, die sich zur selben Zeit auf der Startbahn befanden, nur knapp einer Kollision entgangen.

  • Wie es zur Beinahe-Katastrophe kam, ist noch unklar.

  • Die eidgenössischen Behörden untersuchen den Fall. Bereits in der Vergangenheit war es in Genf zu ähnlichen Vorfällen gekommen.

Am Flughafen Genf ist es vor zweieinhalb Wochen beinahe zu einem schweren Unfall gekommen. Am Morgen des 2. Juli wollten die Piloten eines Airbus 320 der Fluggesellschaft Easyjet mit 165 Passagieren an Bord gerade zum Start ins spanische Malaga ansetzen. Gleichzeitig rollte ein Privatjet aus Portugal mit zwei Personen an Bord auf die Startbahn. Der Tower realisierte die brenzlige Lage und brach den Start ab. Nur mit einer Notbremsung konnte der Airbus die Kollision verhindern. Sämtliche Passagiere sowie die Crew wurden anschliessend mit anderen Flügen an ihr Ziel gebracht.

Bereits 2004 und 2015 kam es in Genf zu Beinahe-Crashs

Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) bestätigt den Vorfall auf der eigenen Webseite und hat eine Untersuchung eröffnet. Noch sei es zu früh, die Gründe für den Beinahe-Crash zu nennen, sagt Florian Reitz von der Sust zu «20 Minutes». Allerdings liessen sich Gemeinsamkeiten mit zwei anderen Vorfällen am Flughafen Genf aus den Jahren 2004 und 2015 erkennen. Bei letzterem verpasste ein startendes Flugzeug einen Privatjet, der sich kurz vor der Landebahn befunden hatte, um nur 24 Meter. Beim älteren Vorfall hatte ein Pilot die Anweisungen des Towers nicht befolgt, die Startbahn nicht zu befahren. Die Distanz zu einem abhebenden Flugzeug betrugt dort nur 90 Meter.

Die Sust ermittelt, ob die Sicherheits-Empfehlungen die im Anschluss an die beiden Vorfälle abgegeben wurden, auch umgesetzt worden seien. Ausserdem könnten bauliche und operative Massnahmen am Flughafen Genf die Sicherheit erhöhen. So könnten die Zugänge zu den Lande- und Startbahnen mit Haltestangen wie bei Bahnübergängen versehen werden, erklärt Seitz von der Sust gegenüber «20 Minuten». Die beiden am jüngsten Vorfall beteiligten Fluggesellschaften haben sich noch nicht geäussert. Heute Dienstag will der Flughafen Genf die Medien informieren.

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