Aktualisiert 07.11.2013 01:24

Nobelpreisträgerin

Ebadi kritisiert iranischen Präsidenten scharf

Die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi hat Präsident Hassan Ruhani und dessen Menschenrechtspolitik scharf kritisiert. Seit Ruhani sei die Zahl der Hinrichtungen gestiegen.

Seit Ruhani in diesem Jahr sein Amt angetreten habe, sei die Zahl der Hinrichtungen im Iran massiv gestiegen. Zudem lüge die Regierung, wenn es um die Freilassung politischer Gefangener gehe, sagte Ebadi in einem Interview der Nachrichtenagentur Associated Press.

Ruhani möge den Ruf haben, er sei ein moderater Reformer, doch bislang gebe es schlechte Signale von der Regierung beim Thema Menschenrechte, sagte Ebadi, die im Jahr 2003 für ihren Einsatz für Demokratie als erste Iranerin und erste Muslima mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Mit Blick auf die für Donnerstag angesetzte Wiederaufnahme der Gespräche über das iranische Atomprogramm zeigte sich Ebadi skeptisch. Zwar hoffe sie, dass man schliesslich ein Ende der Sanktionen gegen den Iran erreichen werde. «Aber es ist noch zu früh, um optimistisch zu sein», sagte sie. (sda)

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