Aktualisiert 28.02.2012 22:09

«Ein Lotse ist zu wenig»

Ebikoner Schulweg zu gefährlich

Der Ebikoner Gemeinderat muss den Schulweg an der Luzernerstrasse sicherer machen. Mit den ersten Massnahmen sind die Eltern nicht zufrieden.

von
Rahel Schnüriger
Sandor Horvath zeigt den gefährlichen Fussgängerstreifen.

Sandor Horvath zeigt den gefährlichen Fussgängerstreifen.

Seit Montag regelt ein Lotse den Verkehr an der Querung St. Klemens in Ebikon. Dies weil das Bildungs- und Kulturdepartement den Schulweg an der Luzernerstrasse als zu gefährlich eingestuft hat. Eltern hatten zuvor beim Gemeinderat fünf Jahre lang vergeblich für mehr Sicherheit auf dem Schulweg gekämpft. Auch der schwere Unfall eines Erstklässlers im Herbst 2010 änderte daran nichts. «Weil der Weg so gefährlich ist, haben ich oder meine ebenfalls berufstätige Frau unseren Sohn jeden Tag auf dem Schulweg begleitet», sagt Sandor Horvath, ein betroffener Vater und Rechtsanwalt, der sich der Angelegenheit angenommen hat. Ein rechtskräftiger Entscheid des Bildungsdepartements sieht für diese Begleitung nun eine Entschädigung für die betroffenen Eltern vor.

Der neue Lotsendienst ist für die Eltern keine zufriedenstellende Lösung: «Ein Lotse ohne Kelle ist zu wenig», so Horvath. «Ausserdem wird diese Querung nur von einer Minderheit der Schüler genutzt.» Der Gemeinderat widerspricht diesem Vorwurf: St. Klemens sei die von den Kindern am meisten genutzte Querung. «Es gibt vereinzelt Kinder, die nun einen Umweg machen müssen», so Josef Burri, Gemeindepräsident von Ebikon. Signaländerungen darf die Gemeinde an der gefährlichen Stelle nicht vornehmen, weil die Luzernerstrasse eine Kantonsstrasse ist.

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