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Gran CanariaEbola-Alarm an Nudisten-Strand

19 afrikanische Flüchtlinge erreichen die spanische Insel Gran Canaria. Weil einige von ihnen Fieber haben, wird die Gruppe an einem Nudisten-Strand stundenlang isoliert.

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Am Mittwoch spielte sich auf der spanischen Insel Gran Canaria ein Flüchtlingsdrama ab. 19 Afrikaner — 17 Männer und zwei Frauen — waren am frühen Morgen in einem kleinen Boot am Strand Maspalomas angekommen. Als Mitarbeiter des Roten Kreuzes die Menschen untersuchten, merkten sie, dass einige von ihnen Fieber haben. Daraufhin lösten die Helfer den Ebola-Alarm aus.

Strandreiniger hatten das Boot gesichtet und die Behörden alarmiert. Ein Team des Roten Kreuzes wartete bereits auf die Migranten an der Küste, um einen Gesundheitscheck durchzuführen. Dabei stellten sie fest, dass zwei der Flüchtlinge Fieber hatten und äusserst erschöpft wirkten.

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Sieben Stunden an der Sonne

Wie die Zeitung «El Mundo» schreibt, leiteten die Hilfsretter diese Information an das Gesundheitsamt der Insel weiter. Sie liessen die Migranten nicht an Land, solange nicht geklärt sei, wie sie vorzugehen hatten. Doch die Stunden vergingen, ohne dass die zuständigen Behörden eine Entscheidung trafen.

Die Afrikaner verbrachten schliesslich sieben Stunden am Nudisten-Strand von Maspalomas. Das Rote Kreuz brachte ihnen Wasser und Lebensmittel. Erst am späten Abend wurden vier der Flüchtlinge in ein Spital gebracht, während der Rest in einer Asylunterkunft untergebracht wurde.

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