Vom Flugzeug ins Spital: Ebola-infizierter Arzt ist in Genf angekommen
Aktualisiert

Vom Flugzeug ins SpitalEbola-infizierter Arzt ist in Genf angekommen

Ein 43-jähriger kubanischer Arzt ist in Sierra Leone im Kampf gegen Ebola am Virus erkrankt. Freitagnacht ist er in Genf angekommen und wird nun im Uni-Spital behandelt.

Eine Ambulanz mit Polizeieskorte brachte den Ebola-infizierten Arzt ins Universitätsspital Genf.

Eine Ambulanz mit Polizeieskorte brachte den Ebola-infizierten Arzt ins Universitätsspital Genf.

Der an Ebola erkrankte Arzt aus Sierra Leone ist in der Schweiz angekommen. Das Flugzeug mit dem Patienten landete in der Nacht auf Freitag kurz vor Mitternacht in Genf. Eine Ambulanz mit Polizeieskorte brachte den 43-Jährigen ins Universitätsspital Genf.

Um ungefähr 0:30 Uhr kam der Patient im Spital an, wie der Genfer Kantonsarzt Jacques-André Romand der Nachrichtenagentur sda sagte. Zum Zustand des Arztes sagte Romand, der Mann habe in einem Schutzanzug selbstständig das Flugzeug verlassen können. Seit dem Abflug in Sierra Leone habe sich sein Zustand nicht verschlechtert.

Behandlung von WHO organisiert

Der Kubaner, ein Mitglied eines 165-köpfigen medizinischen Teams aus dem Inselstaat, ist der erste Ebola-Kranke, der in der Schweiz behandelt wird. Im Universitätsspital ist er in einem eigens eingerichteten Zimmer in einem vom restlichen Spitalbetrieb isolierten Gebäude untergebracht.

Die Schweiz hatte sich bereit erklärt, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die sich in Ebola-Ländern in Westafrika bei Einsätzen ansteckten, zu behandeln. Die Behandlung organisierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Grundlage eines Abkommens zwischen ihr und dem Staat, das Behandlungen von Helfern aus Kuba in einem Drittland vorsieht. (sda)

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