Bestechungs-Verdacht: Ecclestones Bankdaten nach München geliefert
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Bestechungs-VerdachtEcclestones Bankdaten nach München geliefert

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs Bankdaten von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone nach Deutschland geliefert.

Bisher hat Bernie Ecclestone alle Vorwürfe bestritten.

Bisher hat Bernie Ecclestone alle Vorwürfe bestritten.

Die Staatsanwaltschaft in München ermittelt wegen des Verdachts auf Bestechung gegen Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Die Schweiz hat dafür Rechtshilfe geleistet. Beim Bundesamt für Justiz (BJ) seien «in dieser Sache» mehrere Rechtshilfegesuche eingegangen, sagt BJ-Sprecherin Ingrid Ryser zur «Handelszeitung». Sie seien der Staatsanwaltschaft Zürich zum Vollzug delegiert worden. «Zürich hat im Anschluss die Ersuchen vollzogen und Anfang 2012 der Staatsanwaltschaft München I Bankunterlagen zugesandt», sagt die BJ-Sprecherin. Darunter waren Angaben zu Bankkonti, die auf Ecclestone lauten, wie auch dessen Anwalt der «Handelszeitung» bestätigt.

Die Münchner Strafverfolger verdächtigen Ecclestone, im Rahmen des Verkaufs der Formel-1-Serie an die heutigen Eigentümer CVC Capital einen ehemaligen Topbanker der Bayerischen Landesbank bestochen zu haben. Der Banker hat dies bereits eingestanden. Ende Juni 2012 wurde er dafür zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Zum Verfahren gegen Ecclestone wollte sich die Münchner Staatsanwaltschaft nicht äussern. Gegenüber der «Handelszeitung» sagte ein Sprecher nur: «Wann die Ermittlungen abgeschlossen werden und zu welchem Ergebnis wir kommen werden - Anklage oder Einstellung -, können wir derzeit nicht sagen.» Ecclestone war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Bisher hat er alle Vorwürfe bestritten.

(sda)

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