Aktualisiert 08.03.2004 08:41

«Echo»: «Wir sind Helden» räumten ab

Grosser Gewinner der diesjährigen «Echo»-Verleihung ist die Berliner Band «Wir sind Helden»: Gleich vier der begehrten Trophäen räumte das Rock-Quartett um Sängerin Judith Holofernes am Samstag ab.

Für den Preis der Deutschen Phono-Akademie war die Band, die auch am diesjährigen Gurten-Festival in Bern auftreten wird, insgesamt sechs Mal nominiert worden. Die Gruppe hatte letztes Jahr mit dem Album «Die Reklamation» den Durchbruch geschafft.

Die Zuschauer des Musiksenders Viva ehrten die Gruppe für das beste «Newcomer-Video national». Zur Newcomer-Band wurden sie von der Deutschen Phono-Akademie gekürt. Mehrere Radiosender vergaben ihren Nachwuchspreis an «Wir sind Helden». Der «Echo» für die beste Marketingleistung ging an das «Wir-sind-Helden»-Label «Labels».

Rund 4000 Gäste

Rund 4000 Gäste wohnten der Veranstaltung im Berliner ICC bei. Viel Stimmung kam bei den Auftritten der britischen Retro-Rocker The Darkness und von Popstar Phil Collins auf. Zu den Höhepunkten zählten aber die Live-Auftritte von Pink, Anastacia und Kylie Minogue.

Allerdings holten alle drei keine Preise ab. Der «Echo» für die beste internationale Künstlerin ging an Shania Twain. Zur besten deutschen Sängerin wurde Yvonne Catterfeld gekürt. Der britische Superstar Robbie Williams wurde mit dem «Echo» für den besten «Künstler Rock/Pop international» ausgezeichnet.

In der Kategorie bester nationaler Künstler gewann Dick Brave, früher bekannt unter dem Namen Sasha. Der Schlagersänger Howard Carpendale wurde für sein Lebenswerk geehrt. Der «Echo» für die beste deutsche Alternative-Band ging an Wolfsheim.

Grönemeyer und Bohlen

Zur besten deutschen Hiphop-Gruppe wurde Seeed gekürt, international machte der US-Rapper Curtis Jackson alias 50Cent das Rennen. Ausser den Jungstars fanden sich auch viele altgediente Künstler unter den «Echo»-Preisträgern: Deutschrocker Herbert Grönemeyer wurde für die beste Musik-DVD-Produktion ausgezeichnet.

Dieter Bohlen erhielt den «Echo» als bester Produzent. Die Gruppe Pur wurde zur besten nationalen Rock-Band gekürt. Der Musiker und Entertainer Götz Alsmann erhielt den «Echo» in der Kategorie Jazz. Für seine volkstümliche Musik wurde der Österreicher Hansi Hinterseer ausgezeichnet.

Der «Echo» existiert seit 1992. Er wurde in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben. Entscheidend für die Vergabe des Preises ist der kommerzielle Erfolg: Wer die meisten Platten verkauft, wird ausgezeichnet. Insgesamt wurde der Preis in diesem Jahr in 26 Kategorien verliehen. (sda)

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