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«Voice»-Kandidat wettertEchte Vorwürfe oder schlechter Verlierer?

«The Voice of Germany» hat ein gutes Image, denn es behandle seine Kandidaten gut und mache sie nicht lächerlich. Doch ein Kandidat widerspricht: Hungerlöhne und Knebelverträge seien die Realität.

von
eva

Die zweite Staffel von «The Voice of Germany» ging am 14. Dezember zu Ende. Doch nicht Sieger Nick Howard steht im Vordergrund, sondern Jesper Jürgens, der bereits im Viertelfinal knapp ausschied.

Der Mädchenschwarm kratzt mächtig am Saubermann-Image der Castingshow. Sein Vorwurf an ProSieben und Sat1: Die Macher hätten ihn einen Knebelvertrag unterschreiben lassen. Um seinem Ärger darüber Luft zu machen, wählte der Hamburger YouTube. In einem selbst gedrehten Video beklagt er sich über den 58-seitigen Vertrag und die Tatsache, dass er trotz seines Ausscheidens im Viertelfinal weiterhin an Universal gebunden ist.

«Für euch mache ich meinen Mund nicht auf»

Es gibt doch wohl Schlimmeres, als bei einem international tätigen Plattenlabel unter Vertrag zu stehen. Doch für den Comiczeichner scheint dies nicht der Fall zu sein. Die Tatsache, dass er keine eigenen Lieder singen darf, stösst ihm sauer auf. «Für euch mache ich meinen Mund nicht auf. Nicht zum Singen. Vielleicht zum Kotzen.»

Ein weiterer Vorwurf: Die Teilnahme bei «The Voice» habe er sich eigentlich gar nicht leisten können. Er habe während der Show nämlich kein Geld verdienen können. Sein Hauptnahrungsmittel im Hotel war dann auch nur eine 5-Minuten-Terrine. Jürgens' bitteres Fazit: «Die Miete ist nicht überwiesen, das Arbeitsamt will Knete von mir und ich hab Miese auf dem Konto.»

Perfektes Timing für Kritik

Doch der Musiker erntet nicht nur Beifall. Auf seiner Facebook-Seite gibt es auch kritische Stimmen, die ihn für einen schlechten Verlierer halten. «Die Art und Weise, wie du jetzt mit der Situation umgehst, ist wirklich kindisch», ist nur eine Meinung.

Den Zeitpunkt für seine Kritik hat der 25-Jährige zumindest perfekt gewählt. Sein Video wurde pünktlich zum Final am Freitag, den 14. Dezember, veröffentlicht. Zwar hat Nick Howard «The Voice of Germany» gewonnen, doch gesprochen wird nicht über den Engländer. Jesper Jürgens ist das Gesprächsthema Nummer eins.

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