Pickel ade: Echtzeit-Aufnahmen mit ASCII abstrahiert
Aktualisiert

Pickel adeEchtzeit-Aufnahmen mit ASCII abstrahiert

Alles, was vor die Kamera kommt, wird in Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen abgebildet. Ein Designbüro hat den ASCII-Code zur Kunstform erhoben.

Zu Beginn des Computerzeitalters waren Bilder aus Buchstaben die einzige Möglichkeit, auf schnelle und einfache Weise grafische Darstellungen vom Computer aus zu versenden. Peter Nitsch vom Designbüro Teehan and Lax hat mit der alten Technik experimentiert und dadurch die ASCII-Codierung zur Kunstform erhoben.

Auch andere Web-Entwickler oder -Designer hatten sich in der Vergangenheit bereits mit Kunstwerken basierend auf dem ASCII-Code befasst. Das wohl berühmteste Beispiel dafür ist der von Victor Widell entworfene Wal, der aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen besteht. Nitsch ging mit seiner Abbildung eines Google-Street-View-Panoramas jedoch einen Schritt weiter: Nur bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass das Werk auf dem 7-Bit-Zeichensatz beruht.

Alles vor der Kamera wird aufgenommen

Teehan and Lax Labs haben ausserdem Displays gebaut, die Videoaufnahmen in Zeichen umwandeln können. Die ASCII-Rahmen beinhalten die Minicomputer Arduino und Raspberry Pi. Auf dem Bildschirm werden die verfremdeten Bilder angezeigt, die von einer Kamera aufgezeichnet werden. Alles, was in den Nahbereich der Kamera kommt, wird aufgenommen.

Gemäss dem Blog Gizmodo sollen künftig noch grössere Versionen der Rahmen gebaut werden, so dass ganze Personen abgebildet werden können. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Fotografien könnte neben der aussergewöhnlichen Aufmachung auch sein, dass Pickel und sonstige Unebenheiten mit ASCII noch nicht abgebildet werden.

Hier wird in einem Video gezeigt, wie der ASCII-Rahmen funktioniert.

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