Economiesuisse erwartet Wachstum
Aktualisiert

Economiesuisse erwartet Wachstum

Der Schweizer Wirtschaftsverband economiesuisse erwartet 2004 ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 1,2 bis 1,8 Prozent.

Er warnt vor einem Nein zum Steuerpaket. Damit würde das Vertrauen der Wirtschaft in die Zukunft aufs Spiel gesetzt.

Für das kommende Jahr rechnet economiesuisse mit einer mässigen aber spürbaren Wirtschaftserholung. Der Verband setzt dabei vor allem auf den Export und die Investitionen. Diese verliehen der Binnenwirtschaft 2004 wichtige Impulse, sofern der Frankenkurs keine substanzielle Aufwertung erfahre. Die durchschnittliche Jahresteuerung 2004 sieht economiesuisse bei 0,7 Prozent.

Bei den Unternehmen in der Schweiz hätten sich die Wachstumsaussichten dank Umstrukturierungen und Anpassungen aufgehellt. Sorgen bereitet dem Verband aber weiterhin die unbefriedigende Kapazitätsauslastung in der Industrie, hiess es am economiesuisse-Mediengespräch am Donnerstag in Zürich. Und keine durchgehende Besserung sei bei der Baukonjunktur zu erwarten.

Die private Konsumnachfrage werde sich mit plus 0,5 bis 1 Prozent in engem Rahmen bewegen; dies wegen des anhaltenden Beschäftigungsrückgangs und der mässigen Lohnerhöhungen. Für das kommende Jahr rechnet der Wirtschaftsverband mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent, was ungefähr 150 000 gemeldeten Arbeitslosen entspricht.

Unternehmenssteuern runter

Bei den kurzfristigen wirtschaftspolitischen Prioritäten in der neuen Legislatur kämpft der Verband für das von der Linken und von diversen Kantonen bekämpfte Steuerpaket. Das Paket werde zur Überwindung der immer noch vorhandenen Konjunkturstockungen beitragen. Ein Nein führe dagegen zu einem «schwer zu beseitigenden finanzpolitischen Scherbenhaufen».

Ferner sei wichtig, dass das Entlastungprogramm des Bundes im Winter die Räte unverändert passiere. Sonst drohe bis Ende der Legislatur ein Schuldenberg von 14 Milliarden Franken. Zu den Legislaturschwerpunkten gehören für Economisuisse eine Revision der Unternehmensbesteuerung, die Verschärfung des Binnenmarktgesetzes, die Öffnung der Infrastrukturmärkte (Elektrizität, Post, Eisenbahngüterverkehr) und die Revision des Fachhochschulgesetzes. (sda)

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