Aktualisiert 16.10.2018 20:31

Vereinigtes Königreich

Ed Sheeran bezahlt mehr Steuern als Starbucks

Obwohl das Unternehmen Starbucks im Jahr 2017 sechsmal mehr verdiente als der Sänger, bezahlte Ed Sheeran deutlich höhere Steuern.

von
doz
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Ed Sheeran verdiente im Jahr 2017 27 Millionen Pfund.

Ed Sheeran verdiente im Jahr 2017 27 Millionen Pfund.

epa/Clemens Bilan
Davon bezahlte er 5,29 Millionen Pfund an Steuern.

Davon bezahlte er 5,29 Millionen Pfund an Steuern.

Keystone/Ennio Leanza
Zum Vergleich: Starbucks machte 162 Millionen Pfund Umsatz und bezahlte 3,3 Millionen Steuern.

Zum Vergleich: Starbucks machte 162 Millionen Pfund Umsatz und bezahlte 3,3 Millionen Steuern.

Sebastian Widmann

Umgerechnet etwa 6,9 Millionen Franken zahlte der britische Musiker Ed Sheeran an Steuern für das Jahr 2017 im Vereinigten Königreich. Damit liegt er deutlich über den umgerechnet 5,7 Millionen Franken, auf die der Onlineversandhändler Amazon in derselben Steuerperiode im Vereinigten Königreich kam.

Ähnlich verhält es sich beim internationalen Kaffee-Unternehmen Starbucks. Dieses bezahlte gerade einmal 4,3 Millionen an Steuern, wie das News-Portal «iNews» berichtet.

Dies scheint insbesondere deshalb überraschend, da Ed Sheeran 2017 rund 35,3 Millionen Franken verdiente, während Starbucks 211,5 Millionen und Amazon beinahe 2,6 Milliarden Franken an Gewinn erzielte.

Unternehmen unter Kritik

Es ist nicht das erste Mal, dass die Steuervermeidung von internationalen Unternehmen in der Kritik steht. Die Europäische Union hatte bereits im letzten Jahr angekündigt, künftig stärker gegen Steueroptimierung vorzugehen. Insbesondere unter Beschuss stand unter anderem auch das US-Unternehmen Facebook, das im Vereinigten Königreich rund 1,7 Milliarden Profit machte, aber nur 9,7 Millionen Franken an Steuern bezahlte.

Ed Sheeran selbst macht sich laut «The Sun» allerdings sowieso nicht viel aus seinem Verdienst – dies, obwohl er zurzeit der bestverdienenste Solo-Künstler ist. Gegenüber der Zeitung sagte er: «Für mich ist es so, dass das was reinkommt, gleich wieder raus geht. Für mich ist das nicht so wichtig. Ich lege mehr Wert darauf, dass es meinen Freunden und meiner Familie gut geht.»

Er spende viel Geld für wohltätige Zwecke, wie beispielsweise Kinderspitäler. Er behalte genug, um bequem zu leben. Mit dem Rest wolle er Menschen helfen.

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