Flugverkehr normal: EDA rät von Reisen nach Bangkok ab
Aktualisiert

Flugverkehr normalEDA rät von Reisen nach Bangkok ab

Als Folge der gewaltsamen Ausschreitungen in Thailand hat das EDA von nicht dringenden Reisen nach Bangkok abgeraten. Laut der Reiseversicherung Elvia halten sich derzeit einige Tausend Schweizer Touristen in Thailand auf.

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat am Montag die Reisehinweise für Thailand zweimal angepasst. Das EDA rät inzwischen von Touristen- und anderen Reisen nach Bangkok ab, die nicht dringend sind. Reisende und Touristen, die sich im Land aufhalten, wurden aufgefordert, sich an die Anweisungen der thailändischen Behörden zu halten und in Kontakt mit ihren Reiseveranstaltern zu bleiben. Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen jeder Art müssten gemieden werden. Gemieden werden sollte auch das Regierungsviertel von Bangkok, weil es dort wiederholt gewalttätige Ausschreitungen gegeben habe.

Enger Kontakt mit der Botschaft in Bangkok

Das EDA reagierte damit auf die jüngsten Entwicklungen in Thailand, wo am Ostersonntag in Bangkok und einigen Provinzen nach gewalttätigen Ausschreitungen der Notstand verhängt wurde. Das bedeute, dass beispielsweise Versammlungen von mehr als fünf Personen verboten seien, heisst es in den Reisehinweisen für Thailand. Das EDA stehe in engem Kontakt mit der Botschaft in Bangkok und verfolge die Entwicklung der Situation sehr eng, sagte Departementssprecher Jean-Philippe Jutzi.

Touristenregionen (noch) nicht betroffen

Die Reiseversicherungsgesellschaft Elvia verfolgt die Situation in Thailand derzeit ebenfalls aufmerksam, wie Elvia-Chef Jürg Wittwer auf Anfrage erklärte. Wegen der Osterferien habe diese Destination für Schweizer Touristen Hochsaison. Wittwer schätzte, dass sich deshalb gegenwärtig einige Tausend Schweizerinnen und Schweizer in Thailand aufhalten. «Die Touristenregionen sind vorläufig nicht betroffen, und wir hoffen, es bleibt so», sagte Wittwer. Reisebüros und Veranstalter, die an den Frühwarndienst der Elvia Reiseversicherung angeschlossen seien, seien aber über die aktuelle Situation vor Ort informiert worden. Für die Reisenden entscheidend seien jedoch die Reisehinweise des EDA, sagte Wittwer.

Die Elvia Reiseversicherung hat bisher weder von Touristen, die sich in Thailand aufhielten, noch von Schweizern, die demnächst eine Reise in dieses Land planten, Anrufe erhalten. Der Flugverkehr verlaufe bisher im regulären Rahmen, sagte Wittwer. Alle in Zürich-Kloten mit Thailand verkehrenden Flüge seien bisher pünktlich zurückgekommen beziehungsweise abgeflogen, hiess es am Montag auch bei der Flughafenbetreiberin Unique (Flughafen Zürich AG).

Kurzfristig reagieren

Der Reiseveranstalter TUI Suisse hat laut Pressesprecher Roland Schmid derzeit mehrere Hundert Touristen in Thailand. Bisher habe niemand den Wunsch nach einer vorzeitigen Rückkehr geäussert. Auch sei keiner der mit TUI reisenden Touristen vor Ort in Scharmützel verwickelt gewesen. Abgesehen von der Destination Phuket, wo es gewisse Einschränkungen gebe, könnten die Leistungen ordnungsgemäss angeboten werden. Die Unruhen hätten sich bisher in einem sehr engen Raum abgespielt, sagte Schmid. Die Situation werde aber genau verfolgt, um allenfalls kurzfristig darauf reagieren zu können. (dapd)

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