EDA-Sprecher: «Dieses Bild ist nicht die Schweiz»
Aktualisiert

EDA-Sprecher: «Dieses Bild ist nicht die Schweiz»

Die Schweiz empört sich über
die Karikatur, in der die Eidgenossen als Nazis
hingestellt werden – und über die SVP als
angebliche Brandstifterin.

Die Zeichnung stammt aus der Feder des Russen Sergei Tunin und erschien am Montag in der «New York Times International Weekly». Das Wochenblatt ist weltweit in diversen grossen Tageszeitungen beigelegt. Die halbe Welt vernahm so den Vergleich der Eidgenossenschaft mit den Nazis.

Dies sorgt hierzulande für tiefrote Köpfe: «Es werden alle Schweizer in den gleichen Topf geworfen – obwohl nur die SVP Xenophobie schürt», so der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes, Alfred Donath. Das Aussendepartement solle nun reagieren. Dort reagiert man aber diplomatisch auf die geschmacklose Karikatur. EDA-Sprecher Lars Knuchel: «Dieses Bild ist nicht die Schweiz. Wir sind ein offenes, multikulturelles Land.»

Auch Präsenz Schweiz findet die Karikatur «jenseits von Gut und Böse». Trotzdem will man sich nicht wehren: «In Absprache mit der Botschaft in Washington und dem Generalkonsul in New York sind wir zum Schluss gekommen, dass eine Reaktion kontraproduktiv wäre und das Ganze eskalieren könnte», so der Chef der Organisation, Johannes Matyassy. Man müsse nun einen kühlen Kopf bewahren.

Nico Menzato

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