Aktualisiert 14.03.2020 09:54

Keine Flugannullierung

Edelweiss hält an Italien-Verbindungen fest

Im Gegensatz zur Swiss fliegt Edelweiss Italien trotz Notstand noch an. Ein Edelweiss- Passagier findet das Vorgehen der Airline unverantwortlich.

von
C. Seemann
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«Ich finde es unverantwortlich, zu Zeiten des Corona-Notstandes noch Flüge nach Italien durchzuführen. Es kommt mir vor, als hätte die Edelweiss verschlafen, dass Italien unter Quarantäne ist», so der 39-Jährige G.A..

«Ich finde es unverantwortlich, zu Zeiten des Corona-Notstandes noch Flüge nach Italien durchzuführen. Es kommt mir vor, als hätte die Edelweiss verschlafen, dass Italien unter Quarantäne ist», so der 39-Jährige G.A..

Keystone/Alessandro Della Bella
20-Minuten-Leser G. A. (39) aus Illnau ZH hat Verwandte auf Sizilien. Für den 20. März war eigentlich geplant, zwei Tage nach Catania zu fliegen. «Wir wollten für meinen 90-jährigen Grossvater eine Überraschungsparty schmeissen. Wir wären etwa 30 Leute auf dem Flug gewesen.»

20-Minuten-Leser G. A. (39) aus Illnau ZH hat Verwandte auf Sizilien. Für den 20. März war eigentlich geplant, zwei Tage nach Catania zu fliegen. «Wir wollten für meinen 90-jährigen Grossvater eine Überraschungsparty schmeissen. Wir wären etwa 30 Leute auf dem Flug gewesen.»

Halfpoint
«Die italienischen Flughäfen sind nach wie vor geöffnet und können angeflogen werden», sagt Andreas Meier, Mediensprecher bei Edelweiss. Edelweiss habe auf den Flügen von und nach Catania gebuchte Passagiere. «Vor allem auch Gäste, welche in die Schweiz zurückkehren möchten.»

«Die italienischen Flughäfen sind nach wie vor geöffnet und können angeflogen werden», sagt Andreas Meier, Mediensprecher bei Edelweiss. Edelweiss habe auf den Flügen von und nach Catania gebuchte Passagiere. «Vor allem auch Gäste, welche in die Schweiz zurückkehren möchten.»

Mourad Balti Touati

Italien rief vor einigen Tagen den Notstand aus und lässt Menschen nur noch wegen triftigen Gründen rein. 20-Minuten-Leser G. A. (39) aus Illnau ZH hat Verwandte auf Sizilien. Für den 20. März war eigentlich geplant, zwei Tage nach Catania zu fliegen. «Wir wollten für meinen 90-jährigen Grossvater eine Überraschungsparty schmeissen. Wir wären etwa 30 Leute auf dem Flug gewesen.»

Wegen des Corona-Notstandes und der Infektionsgefahr habe die Familie die Party abgesagt. «Die Edelweiss hat mir gesagt, dass sie keine Weisung vom EDA oder BAG erhalten hätte und der Flug deswegen nicht annulliert werde», so der Autogaragist. Die Tickets seiner Familie würde nun verfallen, er habe über 1800 Franken verloren.

«Ich finde es unverantwortlich, zu Zeiten des Corona-Notstandes noch Flüge nach Italien durchzuführen. Es kommt mir vor, als hätte die Edelweiss verschlafen, dass Italien unter Quarantäne ist», so der 39-Jährige. «Gleichzeitig hält sich die Swiss konsequent an das Flugverbot und fliegt Italien gar nicht mehr an. Ich verstehe das nicht. Warum annulliert die Edelweiss ihre Flüge nicht einfach?»

«Italienische Flughäfen können angeflogen werden»

«Die italienischen Flughäfen sind nach wie vor geöffnet und können angeflogen werden», sagt Andreas Meier, Mediensprecher bei Edelweiss. Edelweiss habe auf den Flügen von und nach Catania gebuchte Passagiere. «Vor allem auch Gäste, welche in die Schweiz zurückkehren möchten.»

Passagiere könnten gemäss den neuen Regelungen von Edelweiss die Buchung annullieren und entweder direkt ein neues Datum oder zu einem späteren Zeitpunkt eine Reise nach Catania buchen. «Die neue Regelung ist unabhängig vom Buchungstarif. Ist der ursprüngliche Tarif nicht mehr verfügbar, ist bei Umbuchung die entsprechende Differenz zu zahlen. Diese muss vor dem ursprünglichen Reisedatum stattfinden», so Meier.

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