Studie: EDM-Industrie ist Milliarden schwer
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StudieEDM-Industrie ist Milliarden schwer

Eine Studie gibt Aufschluss über den Wert der EDM-Industrie: Das Genre wird auf 6,4 Milliarden Franken geschätzt.

von
ana

Mit Chartstürmern wie David Guetta oder Calvin Harris hat die Elektronische-Dance-Musik endgültig die breiten Massen erreicht. Doch wie schwer ist die Industrie heute in Zahlen? Eine neue Studie gibt nun Aufschluss: Am Mittwoch gab der Londoner Strategie-Spezialist Kevin Watson an der IMS-Konferenz (Elektronische-Dance-Musik-Konferenz) in Ibiza die Ergebnisse seiner Untersuchung bekannt: Watson schätzt die EDM-Industrie heute weltweit auf satte 6,4 Milliarden Franken. Diese stattliche Summe entspricht im Vergleich zum Jahr 2014 einem Werteanstieg von zwölf Prozent.

Unterwäschemodel und Alkohol-Promoter

Watson bezieht in seiner Studie verschiedene Fakten mit ein. Einer davon ist, dass DJs immer mehr mit Luxusmarken zusammenarbeiten, die eine wichtige Geldquelle bilden. So ging David Guetta für seinen Musikclip «Dangerous» eine Partnerschaft mit «Mumm champagne» ein, Calvin Harris spielte Unterwäschemodel für Armani.

EDM-Industrie ist in der Massenkultur angekommen

Der Strategie-Spezialist stützt seine Werteschätzung zudem auch auf den Faktor, dass die EDM-Industrie Einzug in die Massenkultur hält: So erschien 2015 eine Biographie von Calvin Harris, Simon Cowell lancierte mit «Ultimate DJ» eine Castingshow für Plattenleger und im Sommer kommt mit «We Are Your Friends» der erste EDM-Hollywood-Streifen in die Kinos. Wir dürfen gespannt sein, wie sich die EDM-Industrie weiter kommerzialisiert – und wie viele Milliarden noch dazu kommen werden.