Bundesratsrücktritt: «Egal, solange es kein ‹Es› ist» – Maurer provoziert mit Aussage zu seiner Nachfolge

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Bundesratsrücktritt«Egal, solange es kein ‹Es› ist» – Maurer provoziert mit Aussage zu seiner Nachfolge

Ueli Maurer sagt, er habe keine Präferenz zum Geschlecht seiner Nachfolge – «solange es kein ‹Es› ist, geht es ja noch». Für die Aussage erntet er gemischte Reaktionen.

von
Reto Bollmann
Youtube/Bundesrat

Darum gehts

Am Freitag hat der Bundesrat überraschend eine Medienkonferenz angesetzt. Ueli Maurer (71) gab seinen Rücktritt bekannt – per Ende Jahr will der Finanzminister aus dem Bundesrat austreten. «Ob meine Nachfolge eine Frau oder ein Mann ist, ist mir eigentlich gleich – solange es kein ‹Es› ist, geht es ja noch», sagt Maurer darauf angesprochen, ob das Geschlecht seiner Nachfolge eine Rolle spiele. Das Eidgenössische Finanzdepartement will auf Anfrage von 20 Minuten keine Stellung zur Aussage Maurers nehmen.

Auf Twitter fallen die Reaktionen auf diese Aussage unterschiedlich aus. Marco Vogt, Mitglied des Vorstands der SVP Stäfa, meint dazu begeistert: «Zum Rücktritt noch eine Perle von Bundesrat Ueli Maurer».

Ganz anders dagegen ein anderer Twitter-User. Er sieht in der Aussage «Transphobie von höchster Stufe». Selbst bei seinem Abgang schaffe es Ueli Maurer nicht, «dumme und schädliche» Aussagen zu vermeiden. Seinen Tweet ergänzt der User mit dem Hashtag «GangWäg».

Ganz ähnlich klingt es bei @nicoims. Dieser meint «Hallo, geits no, Ueli Maurer?» Und schreibt weiter: «Blanke Transphobie in Reinform der SVP. Und das an einer Medienkonferenz eines Regierungsmitglieds.»

Ein weiterer Twitter-User meint: «Mit einer Antwort alle nicht Männer beleidigen? Ueli Maurer: hold my beer».

Gegenüber «ZüriToday» sagt Roman Heggli, Geschäftsleiter der LGBTQ-Organisation Pink Cross, die Aussage sei «dumm» und zeige auch, wie Ueli Maurer auf nichts Lust hatte. «Sich mit der modernen Gesellschaft zu befassen, ist nicht sein Ding», so Heggli. 

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