Aktualisiert 06.10.2007 17:04

Eggimann: «Wir geniessen den Moment»

Der Aufsteiger von Karlsruhe überrascht in der Bundesliga weiterhin und sorgte mit dem 2:0-Erfolg für die erste Saisonniederlage von Schalke 04.

Massgeblichen Anteil am Erfolg des KSC hat auch der Aargauer Mario Eggimann, der in Österreich auch sein Debüt mit der Nationalmannschaft erlebt hatte. Der KSC-Captain wurde jedoch beim jüngsten Aufgebot von Jakob Kuhn überraschend übergangen.

Mario Eggimann, herzliche Gratulation zum Sieg auf Schalke. Sie werden jetzt in Deutschland schon als Bayern-Jäger Nummer 1 bezeichnet?

Mario Eggimann: «Ja, wenn man auf die Tabelle schaut stimmt das. Aber wir müssen auf dem Boden bleiben, das ist wichtig. Für uns kommen jetzt schwere Spiele gegen Mannschaften, die sehr defensiv spielen. Und die Fans erwarten gegen Teams wie Bielfeld, Rostock oder Duisburg Siege.»

Karlsruhe vertraut auf eine gute Defensive und schnelle Konter. Ist das Erfolgsrezept wirklich so einfach?

Eggimann: «Bis jetzt ist es tatsächlich aufgegangen. Es zeigt, dass wir in der Vorbereitung gut gearbeitet haben.»

Vor der Saison sagten Sie, 30 Punkte würden zum Ligaerhalt, dem primären Ziel des KSC, reichen. Dafür fehlen nur noch vier Siege...

Eggimann: «Super, da hätten wir nichts dagegen. Aber wir müssen auch diese Punkte zuerst holen. Niemand hätte erwartet, dass wir Zweiter in der Tabelle sein werden. Das müsen wir erst einmal selber verarbeiten. Es wird aber auch wieder einmal eine Niederlage geben, dann wird es sich zeigen wie stark wir sind. Wir müssen dann wieder aufstehen können.»

Mit dem Appetit kommt der Hunger, heisst es so schön. Wollen Sie jetzt in den Europacup?

Eggimann: «Nein, nein. Es ist noch nicht einmal die Hälfte der Saison gespielt. Klar machen wir intern Witchen und Spässchen, aber es ist noch ein langer Weg. Wir geniessen den Moment und müssen am Boden bleiben. Von den Mitteln her haben wir es sicher schwerer als andere Mannschaften in der Bundesliga.»

Karlsruhe kassierte bis jetzt in neun Partien elf Gegentreffer, sieben davon gegen Bayern und Bayer. Wie sind Sie selber mit ihrem Einstand in der Bundesliga zufrieden?

Eggimann: «Es läuft gut. Und die Euphorie in Karlsruhe ist riesig. Die ganze Region ist stolz auf die Mannschaft, es ist kaum fassbar.»

Trotz ihrer guten Form beücksichtigte Sie Köbi Kuhn nicht für die Länderspiele gegen Österreich und die USA. Enttäuscht?

Eggimann: «Ja, aber darüber möchte ich nicht sprechen. Ich konzentriere mich auf die erfreulichen Sachen...»

(si)

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