Aktualisiert 05.03.2008 08:39

EGL: Grosse Projekte stehen an

Die Elektrizitäts-Gesellschaft Laufenburg AG (EGL) hält trotz höherer Strompreise an der Prognose 2007/08 fest, den normalisierten Vorsteuergewinn von 213 Millionen Franken des Vorjahres zu egalisieren.

Als Händlerin lebe die EGL von einer hohen Volatitliät, hohe Elektrizitätspreise seien per se nicht unbedingt gut für das Geschäft, sagte CEO Hans Schulz in einem Interview mit der «Finanz und Wirtschaft» (Ausgabe, 05.03.08). «An unserer konservativer Prognose halte ich daher fest.»

Die Dividendenpolitik mit einem Pay-Out-Ratio von 10,6% dürfte vorerst keine Veränderung erfahren. «Der Mehrheitsaktionär Axpo traut uns zu, dass wir das Geld sinnvoll einsetzen. Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2007/08 dürften sich die Ausschüttungen im bisherigen Rahmen bewegen»‚ so Schulz weiter.

Wichtige Projekte strebt die EGL beispielsweise in Italien an, wo mit Gas-Kombikraftwerken der Aufbau von 2?000 Megawatt Leistung sowie bis 2011 der Bau einer Gaspipeline von Griechenland über Albanien nach Süditalien geplant sind. «Wir rechnen pro Werk und Jahr mit rund 5?000 Stunden Laufzeit sowie 30 bis 50 Mio. Franken Gewinn auf Stufe EBIT»‚ sagt Schulz.

Der freie Cashflow ist aufgrund der grossen Investitionen sei 2003/04 im negativen Bereich. Ob eine Trendwende bald möglich werde, sei von den Investitionen abhängig, so Schulz. Im Jahr 2007/08 rechnet er mit Investitionen von rund 400 Mio. Franken. Der Verkauf der 14%-Beteiligung am elsässischen Elektrizitätversorger Electricité de Strasbourg für 150 Mio EUR habe man getätigt, weil sie nicht mehr in die Strategie passte und mit anderen Investitionen mehr Rendite erwirtschaftet werden könne. Dagegen stehe die Veräusserung der 17,5%-Beteiligung an der Rätia Energie gegenwärtig nicht zur Diskussion. (awp)

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