Aktualisiert 09.09.2019 14:15

Airline verliert Stöcke

EHC Biel will Finnair jetzt zur Kasse bitten

Weil die Fluggesellschaft bei der Auslieferung der Stöcke gepatzt hatte, mussten sich die Spieler des EHC Biel in Tampere neues Material beschaffen. Die Auslagen will man nun einfordern.

von
sul
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Nur die Hälfte der Stöcke des EHC Biel schaffte es nach Finnland.

Nur die Hälfte der Stöcke des EHC Biel schaffte es nach Finnland.

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Vor Ort musste daher neues Material beschafft werden.

Vor Ort musste daher neues Material beschafft werden.

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Nach der spontanen Shopping-Tour waren dann alle Spieler wieder mit Arbeitsgeräten ausgerüstet...

Nach der spontanen Shopping-Tour waren dann alle Spieler wieder mit Arbeitsgeräten ausgerüstet...

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Mit einem knappen 0:1 musste sich der EHC Biel am Montagabend bei Tappara Tampere geschlagen geben. Die Seeländer verloren allerdings nicht nur das Champions-League-Duell, sondern auch ihre Stöcke. Dies jedoch bereits vor der Partie: Einer der beiden Säcke mit Stöcken kam nicht am Flughafen von Tampere an, weshalb neun Spieler ohne ihre Arbeitsgeräte dastanden. Zwei Stunden vor Anpfiff gab es für das Team daher eine Last-Minute-Shopping-Tour.

Das fanden nicht alle lustig. EHC-Biel-CEO Daniel Villard verschaffte seinem Frust auf Twitter Luft: «Danke Finnair für Nichts!», wettert er gegen die fehlbare Fluggesellschaft. «Kein Service – keine Stöcke.» Seinen Tweet beschloss er mit den Worten «Flieg niemals mit Finnair».

3500 Euro ausgegeben

Am Montag hat sich der Ärger bei Villard etwas gelegt. «Die Vorbereitung war sicher nicht optimal, aber wir haben auch nicht deswegen verloren», sagt er jetzt zu 20 Minuten. Glücklicherweise habe der aufgesuchte Shop Stöcke des Ausrüsters CCM angeboten, mit denen die Bieler spielen und die ihnen daher nicht ganz fremd waren. «Spieler, die sonst einen Massstock haben, mussten jedoch auf eine Standardversion ausweichen», räumt Villard ein.

Das Malheur der Airline hatte nicht nur einen logistischen, sondern auch einen finanziellen Mehraufwand für den EHC Biel zur Folge: Für die neuen Stöcke musste der Club 3500 Euro hinblättern. Man werde nun versuchen, die Kosten bei der Finnair geltend zu machen. Ganz so optimistisch ist Villard in dieser Angelegenheit aber nicht: «Wir alle wissen ja: Fluggesellschaften haben lange AGBs und versuchen stets, jegliche Haftung auszuschliessen.»

Immerhin: Nach der Niederlage gegen Tampere hat der EHC Biel weiterhin neun Punkte auf seinem Champions-League-Konto und steht damit auf dem zweiten Rang – was reichen würde, um weiterzukommen.

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