Aktualisiert 05.03.2008 18:30

Ehefrau mit 14 Schüssen hingerichtet

Das Bezirksgericht Rheinfelden AG hat einen 49-jährigen Mann wegen Mordes an seiner Frau zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren verurteilt.

Der Schweizer hatte im Oktober 2005 in Möhlin seine Ehefrau erschossen.

Der Mann habe skrupellos gehandelt, begründete das Bezirksgericht das Urteil. Die Beweggründe wie Egoismus und Kränkung seien niedrig gewesen. Es habe sich um eine eigentliche «Hinrichtung» gehandelt.

Der IV-Renter gestand am Prozess, seine 42-jährige Ehefrau an einem Sonntagabend in der Wohnstube mit insgesamt 14 Schüssen aus einem Revolver getötet zu haben. Der Schweizer hatte den Revolver zwei Mal mit Munition nachgeladen.

Danach hatte er einen Bekannten über die Tat informiert, der die Polizei alarmierte. Als die Polizisten und die Ambulanz eintrafen, fanden sie die Schweizerin blutüberströmt auf dem Sofa liegend. Der Mann sass neben der Toten.

Er hatte ihr mehrmals massiv gedroht, weil sie ihn nach 15 Ehejahren verlassen wollte. Er drohte auch, ihren Freund umzubringen. Sie trennte sich trotzdem von ihrem Ehemann und machte ihm klar, dass sie keine gemeinsame Zukunft mit ihm sehe.

Verteidiger beantragte 7 Jahre

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, «besonders skrupellos gehandelt» zu haben. Sie forderte, dass er vom Bezirksgericht wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren veurteilt werde.

Der Pflichtverteidiger plädierte auf vorsätzliche Tötung. Er beantragte eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren. Der Angeklagte sei vermindert zurechnungsfähig und habe im Affekt gehandelt.

Der Verurteilte hatte bis 2001 als Paketbote der Post in Basel gearbeitet. Aus gesundheitlichen Gründen wurde er frühpensioniert und erhielt eine 100-prozentige IV-Rente.

Seit seiner Verhaftung am Tag der Tat befindet er sich in einer Strafanstalt. Gemäss Urteil des Bezirksgerichtes muss er eine ambulante begleitete Psychotherapie besuchen.

(sda)

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